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Widerstände und Farbcode — einfach erklärt

Oft auch gesucht als: Farbcode Widerstand ablesen · Widerstand Ringe Bedeutung

Auf kleinen Widerständen ist kein Platz für Zahlen. Deshalb steht der Wert in Farbringen — und die kann man lesen lernen.

Widerstände und Farbcode jetzt üben Kostenlos, ohne Anmeldung · die Lösung sagen? Könnte jeder

Was dich hier erwartet

Erklärt von ganz vorn Ohne Vorwissen, ein Satz nach dem anderen. Wer es schon kann, überspringt es.
Nicht vorgesagt, sondern gefragt Du bekommst Fragen, die dich hinführen. Abschreiben geht hier nicht — verstehen schon.
Was hakt, kommt wieder Nach einem Tag, nach drei Tagen, nach einer Woche. So lange, bis es sitzt.

So sieht das beim Üben aus

Eine echte Aufgabe aus diesem Thema. Du bekommst sie nicht vorgerechnet — du wirst hingeführt.

Die Aufgabe

Ein Widerstand trägt die Ringe weiß – schwarz – rot – gold.
Welchen Wert hat er in Ohm?

Erste Frage an dich

Wofür stehen die ersten beiden Ringe?

Für die beiden Ziffern des Werts
Für die Toleranz
Für die Belastbarkeit

Danach kommen 2 weitere Fragen — und am Schluss schreibst du die Antwort selbst hin. Wenn du nicht weiterweißt, gibt es einen Tipp: Sie ergeben zusammen eine zweistellige Zahl.

Widerstände und Farbcode von ganz vorn

Ein Satz nach dem anderen, ohne Vorwissen.

Ein bedrahteter Widerstand trägt meist vier farbige Ringe. Sie werden von links gelesen — die Seite, auf der die Ringe enger zusammenstehen.

Die ersten beiden Ringe sind einfach Ziffern. Braun ist 1, rot ist 2, orange ist 3 und so weiter.

Der dritte Ring sagt, wie viele Nullen dahinter kommen. Er heißt Multiplikator.

Der vierte Ring gibt die Toleranz an. Gold heißt ±5 %, Silber ±10 %, Braun ±1 %.

Beispiel: gelb – violett – rot – gold. Gelb ist 4, violett ist 7, rot heißt zwei Nullen. Also 4700 Ω, also 4,7 kΩ, mit ±5 % Toleranz.

Die Farbreihenfolge ist immer dieselbe: schwarz, braun, rot, orange, gelb, grün, blau, violett, grau, weiß — von 0 bis 9.

Bei genaueren Widerständen gibt es fünf Ringe. Dann sind die ersten drei Ziffern und der vierte ist der Multiplikator.

Wenn du unsicher bist, miss nach. Der Farbcode sagt den Sollwert, das Messgerät den wirklichen.

Wozu man das braucht

Schritt für Schritt

  1. Dreh den Widerstand so, dass der Gold- oder Silberring rechts liegt.
  2. Lies die ersten beiden Ringe als Ziffern ab und schreib sie nebeneinander.
  3. Schau auf den dritten Ring und häng so viele Nullen an.
  4. Rechne den Wert bei Bedarf in kΩ oder MΩ um.
  5. Lies zuletzt die Toleranz ab und rechne aus, in welchem Bereich der Wert liegen darf.
  6. Miss nach, wenn es darauf ankommt.

Ein durchgerechnetes Beispiel

Aufgabe: Ringe: gelb – violett – rot – gold. Welcher Wert?

  1. gelb = 4, violett = 7 → die Ziffern 47
  2. rot als Multiplikator = zwei Nullen
  3. 47 mit zwei Nullen = 4700
  4. gold = ±5 %

Ergebnis: 4700 Ω = 4,7 kΩ, zulässig zwischen 4465 und 4935 Ω

Die häufigsten Fehler

Von der falschen Seite gelesenAus braun–schwarz–rot wird sonst rot–schwarz–braun. Der Toleranzring gehört nach rechts.
Multiplikator als dritte Ziffer gelesenDer dritte Ring ist keine Ziffer, sondern die Zahl der Nullen. Aus rot wird nicht 2, sondern zwei Nullen.
Gold als Ziffer gedeutetGold und Silber sind an dritter Stelle Teiler und an vierter Toleranz — nie Ziffern.
Toleranz für einen Fehler gehaltenEin 1000-Ω-Widerstand mit ±5 % darf zwischen 950 und 1050 Ω liegen. Das ist in Ordnung, kein Defekt.

Der Farbcode

FarbeZifferMultiplikatorToleranz
schwarz0× 1
braun1× 10±1 %
rot2× 100±2 %
orange3× 1 000
gelb4× 10 000
grün5× 100 000±0,5 %
blau6× 1 000 000±0,25 %
violett7±0,1 %
grau8
weiß9
gold× 0,1±5 %
silber× 0,01±10 %

Gelesen wird von der Seite, auf der die Ringe enger beieinanderstehen. Gold und Silber stehen fast immer ganz rechts — daran erkennst du die Leserichtung.

Zum Ansehen

gelbviolett rotgold 47 00±5 % 4 7 00 Ω = 4,7 kΩ Zwei Ziffern, dann die Nullen, dann die Toleranz

Wörter, die man kennen muss

MultiplikatorDer dritte Ring: Er sagt, wie viele Nullen angehängt werden.
ToleranzWie weit der wirkliche Wert vom Nennwert abweichen darf.
NennwertDer Wert, den der Farbcode angibt.
E-ReiheDie Reihe der üblichen Widerstandswerte — 10, 15, 22, 33, 47, 68 und ihre Vielfachen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ring 1 und 2: die beiden Ziffern.
  • Ring 3: so viele Nullen anhängen.
  • Ring 4: die Toleranz — gold ±5 %, silber ±10 %.
  • Farbreihe von 0 bis 9: schwarz, braun, rot, orange, gelb, grün, blau, violett, grau, weiß.
  • Bei fünf Ringen sind die ersten drei Ziffern.
  • Von der Seite lesen, auf der die Ringe enger stehen.
  • Im Zweifel nachmessen — der Farbcode kann verblasst sein.

Ringe drehen — zum Ausprobieren

Zwei Ziffern, ein Multiplikator. Dreh die Ringe und lies den Wert ab.

Das Modell zum Schieben steht in der App — dort siehst du sofort, was sich ändert, wenn du an einem Wert drehst.

Modell ausprobieren

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Lesen reicht nicht

Verstanden hast du es erst, wenn du es selbst hinschreiben kannst. Genau dafür ist diese Seite gebaut: Die Lösung sagen könnte jeder — hier kommen Fragen, die dich hinführen, und am Schluss schreibst du die Antwort selbst.

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