Erklärt von ganz vornOhne Vorwissen, ein Satz nach dem anderen. Wer es schon kann, überspringt es.
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Nicht vorgesagt, sondern gefragtDu bekommst Fragen, die dich hinführen. Abschreiben geht hier nicht — verstehen schon.
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Was hakt, kommt wiederNach einem Tag, nach drei Tagen, nach einer Woche. So lange, bis es sitzt.
So sieht das beim Üben aus
Eine echte Aufgabe aus diesem Thema.
Du bekommst sie nicht vorgerechnet — du wirst hingeführt.
Die Aufgabe
Durch einen Widerstand von 100 Ω fließt ein Strom von 2 A. Wie groß ist die Spannung in Volt?
Erste Frage an dich
Welche Größe wird gesucht?
Die Spannung U
Der Strom I
Der Widerstand R
Danach kommen 2 weitere Fragen —
und am Schluss schreibst du die Antwort selbst hin.
Wenn du nicht weiterweißt, gibt es einen Tipp: Zwei der drei Größen stehen schon in der Aufgabe. Welche fehlt?
Ohmsches Gesetz von ganz vorn
Ein Satz nach dem anderen, ohne Vorwissen.
Stell dir Strom wie Wasser in einem Rohr vor. Die Spannung ist der Druck, der das Wasser schiebt. Der Strom ist die Menge, die durchfließt. Der Widerstand ist eine Engstelle im Rohr.
Mehr Druck heißt mehr Wasser: Wird die Spannung größer, wird auch der Strom größer.
Engere Stelle heißt weniger Wasser: Wird der Widerstand größer, wird der Strom kleiner.
Genau das steht in einer einzigen Formel: U = R · I. Alle anderen Formen entstehen daraus durch Umstellen.
Praktisch ist das Formeldreieck: U steht oben, R und I stehen darunter. Deckst du die gesuchte Größe zu, siehst du sofort, wie gerechnet wird.
Wozu man das braucht
Du brauchst es an jedem Arbeitstag: beim Auslegen eines Vorwiderstands für eine Meldeleuchte, beim Prüfen, ob ein Bauteil noch heil ist, und immer dann, wenn du am Messgerät ablesen willst, ob der Strom zum Widerstand passt.
In der Prüfung ist es die Grundlage für fast jede Rechenaufgabe. Leistung, Spannungsteiler, Leitungsberechnung und Schutzmaßnahmen bauen alle darauf auf.
Schritt für Schritt
Schreib auf, was gegeben ist — mit Formelzeichen: U in Volt, I in Ampere, R in Ohm.
Rechne alles auf Grundeinheiten um. Aus 4,7 kΩ werden 4700 Ω, aus 250 mA werden 0,25 A.
Deck im Formeldreieck die gesuchte Größe zu. Was stehen bleibt, ist deine Rechnung.
Rechne aus und schreib die Einheit dazu.
Mach die Probe: Setz dein Ergebnis in U = R · I ein. Kommt die gegebene Größe heraus, stimmt es.
Ein durchgerechnetes Beispiel
Aufgabe: An 20 Ω liegen 12 V. Wie groß ist der Strom?
Gesucht ist I.
I im Dreieck zudecken → U steht über R.
I = 12 V : 20 Ω
Ergebnis: 0,6 A
Die häufigsten Fehler
Milli und Kilo nicht umgerechnet250 mA sind nicht 250 A. Wer die Vorsätze stehen lässt, liegt um den Faktor 1000 daneben — der mit Abstand häufigste Fehler.
Formel falsch herum umgestelltR = I : U statt R = U : I. Merk dir: Die Spannung steht im Dreieck oben, also immer im Zähler.
Einheit vergessen„12“ ist keine Antwort. 12 V, 12 A und 12 Ω sind drei völlig verschiedene Dinge.
Ergebnis nicht auf Plausibilität geprüftEin Widerstand von 0,002 Ω oder ein Strom von 5000 A in einer Steuerung sind fast immer ein Rechenfehler.
Zum Ansehen
Wörter, die man kennen muss
Spannung UDer „Druck“ im Stromkreis. Einheit: Volt (V).
Strom IWie viel Ladung fließt. Einheit: Ampere (A).
Widerstand RWie stark ein Bauteil den Strom bremst. Einheit: Ohm (Ω).
Das Wichtigste in Kürze
U = R · I (Spannung ist Widerstand mal Strom)
I = U : R (Strom ist Spannung durch Widerstand)
R = U : I (Widerstand ist Spannung durch Strom)
Formeldreieck: gesuchte Größe zudecken, dann steht die Rechnung da.
Volt · Ampere geht nicht — achte immer darauf, welche Einheit oben und welche unten steht.
Zieh an den Reglern — was macht der Strom? — zum Ausprobieren
Spannung und Widerstand kannst du einstellen. Der Strom ergibt sich daraus von allein.
Das Modell zum Schieben steht in der App —
dort siehst du sofort, was sich ändert, wenn du an einem Wert drehst.
Verstanden hast du es erst, wenn du es selbst hinschreiben kannst. Genau dafür ist
diese Seite gebaut: Die Lösung sagen könnte jeder — hier kommen Fragen, die dich
hinführen, und am Schluss schreibst du die Antwort selbst.
Kostenlos, ohne Werbung. Ein Konto brauchst du nur, wenn sich die Seite merken soll,
was bei dir noch hakt.