Endlich kapiert Üben

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Textgebundene Erörterung — einfach erklärt

Hier wird nicht frei erörtert, sondern über einen vorgegebenen Text. Jede Behauptung über den Text muss am Text belegt werden.

Textgebundene Erörterung jetzt üben Kostenlos, ohne Anmeldung · die Lösung sagen? Könnte jeder

Was dich hier erwartet

Erklärt von ganz vorn Ohne Vorwissen, ein Satz nach dem anderen. Wer es schon kann, überspringt es.
Nicht vorgesagt, sondern gefragt Du bekommst Fragen, die dich hinführen. Abschreiben geht hier nicht — verstehen schon.
Was hakt, kommt wieder Nach einem Tag, nach drei Tagen, nach einer Woche. So lange, bis es sitzt.

So sieht das beim Üben aus

Eine echte Aufgabe aus diesem Thema. Du bekommst sie nicht vorgerechnet — du wirst hingeführt.

Die Aufgabe

Der Autor schreibt, die Regel sei überholt.
Ist das so richtig zitiert? Schreib ja oder nein.

Erste Frage an dich

Was gehört zu einem richtigen Zitat?

Anführungszeichen und Zeilenangabe
Nur die Zeilenangabe
Nur die Anführungszeichen

Danach kommen 1 weitere Fragen — und am Schluss schreibst du die Antwort selbst hin. Wenn du nicht weiterweißt, gibt es einen Tipp: Zwei Dinge: eine Kennzeichnung und eine Fundstelle.

Textgebundene Erörterung von ganz vorn

Ein Satz nach dem anderen, ohne Vorwissen.

Bei einer textgebundenen Erörterung liegt ein Text vor, meist ein Kommentar oder ein Zeitungsartikel.

Du sollst seine Position wiedergeben und dann prüfen, ob sie überzeugt.

Die Arbeit hat vier Teile.

Erstens die Einleitung: Textsorte, Titel, Autor, wo und wann erschienen, worum es geht.

Zweitens die Textwiedergabe: die Position des Autors sachlich zusammengefasst, im Präsens und ohne eigene Bewertung.

Drittens die Erörterung: Hier prüfst du seine Argumente eines nach dem anderen.

Dabei ergänzt du auch Gesichtspunkte, die im Text fehlen.

Viertens das Fazit: deine begründete Position, die auf die Prüfung davor Bezug nimmt.

Alles, was du über den Text sagst, gehört belegt — mit einem Zitat in Anführungszeichen und einer Zeilenangabe.

Zitierst du nicht wörtlich, gibst du im Konjunktiv wieder: „Der Autor schreibt, die Regel sei überholt.“

Wozu man das braucht

Schritt für Schritt

  1. Text zweimal lesen, beim zweiten Mal die Argumente des Autors nummerieren.
  2. Einleitung: Textsorte, Titel, Autor, Quelle, Erscheinungsjahr, Thema.
  3. Textwiedergabe: die Position des Autors sachlich zusammenfassen, im Präsens.
  4. Erörterung: jedes Argument des Autors prüfen — trägt es oder nicht?
  5. Eigene Argumente ergänzen, die im Text fehlen.
  6. Fazit: begründete eigene Position, die auf die Prüfung davor Bezug nimmt.

Ein durchgerechnetes Beispiel

Aufgabe: Wie zitierst du korrekt, dass der Autor in Zeile 14 die Regel für überholt hält?

  1. Wörtlich übernehmen
  2. In Anführungszeichen setzen
  3. Zeilenangabe dahinter

Ergebnis: Der Autor schreibt: „Die Regel ist überholt“ (Z. 14).

Die häufigsten Fehler

Textwiedergabe und Erörterung vermischtErst wird sachlich referiert, danach bewertet. Wer das mischt, verliert Punkte — auch wenn inhaltlich alles stimmt.
Ohne Zeilenangabe zitiertJedes Zitat braucht eine Fundstelle. Ohne sie kann niemand nachprüfen, ob der Autor das wirklich geschrieben hat.
Dem Autor etwas untergeschoben„Der Autor findet das doof“ ist keine Wiedergabe, sondern eine Unterstellung. Beleg es oder lass es weg.
Fazit ohne Bezug zur ErörterungDas Fazit muss aus dem folgen, was du geprüft hast — nicht aus deiner Meinung von vorher.

Die vier Teile

TeilWas hineingehörtZeitform
EinleitungTextsorte, Titel, Autor, Quelle, Jahr, ThemaPräsens
TextwiedergabePosition des Autors, sachlich, ohne WertungPräsens
ErörterungPrüfung seiner Argumente, eigene ergänzenPräsens
Fazitbegründete eigene PositionPräsens

Alles steht im Präsens. Die Trennung zwischen Wiedergabe und Erörterung ist das, worauf am meisten geachtet wird.

Zum Ansehen

Einleitung Textsorte, Titel, Autor, Quelle, Jahr, Thema Textwiedergabe sachlich, im Präsens, ohne Wertung Erörterung Argumente prüfen, eigene ergänzen Fazit begründete eigene Position Wiedergabe und Erörterung nie vermischen — darauf wird am meisten geachtet.

Wörter, die man kennen muss

TextwiedergabeDie sachliche Zusammenfassung der Position des Autors.
DeutungsbezugDer Nachweis am Text, mit Zitat und Zeilenangabe.
Direktes ZitatWörtlich, in Anführungszeichen, mit Fundstelle.
Indirektes ZitatSinngemäß wiedergegeben, im Konjunktiv I.
Zeilenangabe(Z. 14) oder (Z. 14 f.) für zwei Zeilen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Vier Teile: Einleitung, Textwiedergabe, Erörterung, Fazit.
  • Alles im Präsens.
  • Wiedergabe sachlich, ohne eigene Wertung.
  • Jedes Zitat mit Anführungszeichen und Zeilenangabe.
  • Indirekte Wiedergabe im Konjunktiv I.
  • Das Fazit folgt aus der Erörterung.

Wiedergeben oder erörtern? — zum Ausprobieren

Schieb durch die Beispielsätze und schau, in welchen Teil jeder gehört.

Das Modell zum Schieben steht in der App — dort siehst du sofort, was sich ändert, wenn du an einem Wert drehst.

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Lesen reicht nicht

Verstanden hast du es erst, wenn du es selbst hinschreiben kannst. Genau dafür ist diese Seite gebaut: Die Lösung sagen könnte jeder — hier kommen Fragen, die dich hinführen, und am Schluss schreibst du die Antwort selbst.

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