Erklärt von ganz vornOhne Vorwissen, ein Satz nach dem anderen. Wer es schon kann, überspringt es.
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Nicht vorgesagt, sondern gefragtDu bekommst Fragen, die dich hinführen. Abschreiben geht hier nicht — verstehen schon.
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Was hakt, kommt wiederNach einem Tag, nach drei Tagen, nach einer Woche. So lange, bis es sitzt.
So sieht das beim Üben aus
Eine echte Aufgabe aus diesem Thema.
Du bekommst sie nicht vorgerechnet — du wirst hingeführt.
Die Aufgabe
„Milch macht müde Männer munter.“
Erste Frage an dich
Steht in dem Satz das Wörtchen „wie“?
Nein
Ja
Danach kommen 3 weitere Fragen —
und am Schluss schreibst du die Antwort selbst hin.
Wenn du nicht weiterweißt, gibt es einen Tipp: Das ist die schnellste Weiche: Vergleich oder nicht.
Stilmittel erkennen von ganz vorn
Ein Satz nach dem anderen, ohne Vorwissen.
Ein Stilmittel zu benennen ist nur die halbe Arbeit. In der Deutung zählt immer: Welche Wirkung hat es?
Die schnellste Weiche ist das Wörtchen „wie“. Steht es da, ist es ein Vergleich: „stark wie ein Bär“.
Fehlt das „wie“ und wird trotzdem etwas gleichgesetzt, ist es eine Metapher: „Ihre Augen waren zwei Sterne.“
Tut etwas Unbelebtes etwas Menschliches („der Wind flüstert“), ist es eine Personifikation.
Wozu man das braucht
In der Gedichtanalyse und der Textinterpretation musst du Stilmittel benennen und ihre Wirkung erklären. Das Benennen allein reicht nie.
Auch praktisch: Werbung und Reden arbeiten mit denselben Mitteln. Wer sie erkennt, durchschaut, wie manipuliert wird.
Schritt für Schritt
Lies den Text langsam und markiere alles, was auffällt.
Frag bei Wiederholungen: Was wird wiederholt — Laute, Wörter, Satzanfänge?
Frag bei Bildern: Wird etwas verglichen? Mit „wie“ ist es ein Vergleich, ohne „wie“ eine Metapher.
Frag bei Gegensätzen: Stehen zwei Gegenteile nebeneinander? Das ist eine Antithese.
Benenne das Stilmittel mit dem Fachbegriff.
Erklär die Wirkung: Was bewirkt es beim Leser? Ohne diesen Schritt gibt es keine Punkte.
Ein durchgerechnetes Beispiel
Aufgabe: „Der Wind flüsterte durch die Bäume.“
Kein „wie“ vorhanden, also kein Vergleich.
Der Wind tut etwas, das nur Menschen können: flüstern.
Also Personifikation.
Ergebnis: Personifikation — die Natur wirkt lebendig
Die häufigsten Fehler
Nur benannt, nicht gedeutet„Hier ist eine Metapher“ ist keine Analyse. Die Wirkung gehört dazu.
Vergleich und Metapher verwechseltMit „wie“ ist es ein Vergleich. Ohne „wie“ eine Metapher.
Stilmittel hineingelesenNicht jede Wiederholung ist Absicht. Im Zweifel nur benennen, was klar erkennbar ist.
Fachbegriff falsch geschriebenAnapher, Alliteration, Personifikation — die Schreibweise gehört zur Leistung.
Zum Ansehen
Wörter, die man kennen muss
MetapherBildliche Gleichsetzung ohne „wie“.
VergleichZwei Dinge mit „wie“ nebeneinandergestellt.
PersonifikationUnbelebtes handelt wie ein Mensch.
AlliterationMehrere Wörter mit gleichem Anfangslaut.
HyperbelStarke Übertreibung.
Das Wichtigste in Kürze
Mit „wie“ → Vergleich. Ohne „wie“, aber bildlich → Metapher.
Unbelebtes handelt menschlich → Personifikation.
Gleicher Anfangslaut in Folge → Alliteration.
Maßlose Übertreibung → Hyperbel.
Immer die Wirkung mit angeben — die Benennung allein reicht in keiner Deutung.
Stilmittel durchblättern — zum Ausprobieren
Zu jedem Mittel ein Beispiel und die Frage, woran man es festmacht.
Das Modell zum Schieben steht in der App —
dort siehst du sofort, was sich ändert, wenn du an einem Wert drehst.
Verstanden hast du es erst, wenn du es selbst hinschreiben kannst. Genau dafür ist
diese Seite gebaut: Die Lösung sagen könnte jeder — hier kommen Fragen, die dich
hinführen, und am Schluss schreibst du die Antwort selbst.
Kostenlos, ohne Werbung. Ein Konto brauchst du nur, wenn sich die Seite merken soll,
was bei dir noch hakt.