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Angebot kalkulieren — einfach erklärt

Oft auch gesucht als: Angebot kalkulieren Handwerk · Stundenverrechnungssatz

Ein Angebot besteht aus Material, Arbeitszeit und Zuschlägen. Am Ende steht ein Preis, mit dem du selbst noch etwas verdienst.

Angebot kalkulieren jetzt üben Kostenlos, ohne Anmeldung · die Lösung sagen? Könnte jeder

Was dich hier erwartet

Erklärt von ganz vorn Ohne Vorwissen, ein Satz nach dem anderen. Wer es schon kann, überspringt es.
Nicht vorgesagt, sondern gefragt Du bekommst Fragen, die dich hinführen. Abschreiben geht hier nicht — verstehen schon.
Was hakt, kommt wieder Nach einem Tag, nach drei Tagen, nach einer Woche. So lange, bis es sitzt.

So sieht das beim Üben aus

Eine echte Aufgabe aus diesem Thema. Du bekommst sie nicht vorgerechnet — du wirst hingeführt.

Die Aufgabe

Für einen Auftrag rechnest du 6 Stunden zu 65,00 € je Stunde und 120,00 € Material.
Wie hoch ist der Nettobetrag in Euro?

Erste Frage an dich

Wie hoch sind die Lohnkosten?

390,00 €
65,00 €
10,83 €

Danach kommen 2 weitere Fragen — und am Schluss schreibst du die Antwort selbst hin. Wenn du nicht weiterweißt, gibt es einen Tipp: Stunden mal Stundensatz.

Angebot kalkulieren von ganz vorn

Ein Satz nach dem anderen, ohne Vorwissen.

Ein Angebot hat zwei große Blöcke: Material und Lohn.

Die Lohnkosten rechnest du aus Stunden mal Stundenverrechnungssatz. Der Satz enthält schon Lohn, Lohnnebenkosten und einen Anteil an den Gemeinkosten.

Beim Material rechnest du mit dem Einkaufspreis und schlägst einen Prozentsatz auf — für Lagerung, Beschaffung und Verschnitt.

Lohn und Material zusammen ergeben die Nettosumme. Das ist die Zahl, mit der intern gerechnet wird.

Auf die Nettosumme kommt die Mehrwertsteuer, derzeit 19 %. Das Ergebnis ist der Bruttobetrag — das, was der Kunde bezahlt.

Die Mehrwertsteuer gehört nicht dir. Sie wird ans Finanzamt weitergegeben.

Gibst du einen Rabatt, wird er vom Nettobetrag abgezogen, bevor die Mehrwertsteuer gerechnet wird.

Vergiss die Anfahrt und die kleinen Verbrauchsmaterialien nicht. Sie summieren sich.

Wozu man das braucht

Schritt für Schritt

  1. Schätz die benötigten Arbeitsstunden ehrlich ein — lieber etwas großzügig.
  2. Rechne die Lohnkosten: Stunden mal Stundenverrechnungssatz.
  3. Liste das Material auf und rechne den Zuschlag darauf.
  4. Addiere Lohn und Material zur Nettosumme.
  5. Rechne die Mehrwertsteuer auf die Nettosumme.
  6. Addiere beides zum Bruttobetrag — das ist der Angebotspreis.

Ein durchgerechnetes Beispiel

Aufgabe: 8 Stunden zu 60 €, Material 250 €. Wie hoch ist der Bruttobetrag?

  1. Lohn: 8 · 60 = 480 €
  2. Netto: 480 + 250 = 730 €
  3. MwSt: 730 · 0,19 = 138,70 €
  4. Brutto: 730 + 138,70

Ergebnis: 868,70 €

Die häufigsten Fehler

Mehrwertsteuer auf den Bruttobetrag gerechnetSie wird immer auf den Nettobetrag gerechnet. Sonst zahlst du sie doppelt.
Nur den reinen Lohn angesetztDer Stundenverrechnungssatz enthält Lohnnebenkosten und Gemeinkosten. Der reine Stundenlohn reicht nicht.
Material ohne Zuschlag weitergegebenBeschaffung, Lagerung und Verschnitt kosten Geld. Ohne Zuschlag legst du drauf.
Anfahrt und Kleinmaterial vergessenEin paar Klemmen, Kabelbinder und die Fahrzeit summieren sich über einen Auftrag deutlich.

Aufbau eines Angebots

PositionRechnungBeispiel
LohnStunden · Stundensatz8 h · 60 € = 480 €
MaterialEinkauf + Zuschlag250 € + 10 % = 275 €
Summe nettoLohn + Material755 €
Mehrwertsteuernetto · 19 %143,45 €
Summe bruttonetto + MwSt898,45 €

Rabatte werden vom Nettobetrag abgezogen, bevor die Mehrwertsteuer gerechnet wird. Der Mehrwertsteuersatz kann sich ändern — prüf den aktuellen Wert.

Zum Ansehen

Lohn 480 € Material 250 € Netto 730 € Brutto 868,70 € + 19 % MwSt Die Mehrwertsteuer kommt zuletzt — und gehört dem Finanzamt

Wörter, die man kennen muss

StundenverrechnungssatzWas eine Arbeitsstunde dem Kunden berechnet wird — mehr als der reine Lohn.
NettoDer Betrag ohne Mehrwertsteuer.
BruttoDer Betrag mit Mehrwertsteuer — das, was der Kunde zahlt.
MaterialzuschlagAufschlag auf den Einkaufspreis für Beschaffung, Lagerung und Verschnitt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Lohnkosten = Stunden · Stundenverrechnungssatz
  • Materialkosten = Einkaufspreis + Zuschlag
  • Netto = Lohn + Material
  • Mehrwertsteuer = Netto · 19 : 100
  • Brutto = Netto + Mehrwertsteuer
  • Rabatt wird vom Netto abgezogen, vor der Mehrwertsteuer.
  • Die Mehrwertsteuer gehört dem Finanzamt, nicht dem Betrieb.
  • Anfahrt und Kleinmaterial nicht vergessen.

Vom Einkauf zum Angebotspreis — zum Ausprobieren

Jeder Zuschlag rechnet auf den vorherigen Betrag — deshalb addieren sich die Prozente nicht einfach.

Das Modell zum Schieben steht in der App — dort siehst du sofort, was sich ändert, wenn du an einem Wert drehst.

Modell ausprobieren

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Lesen reicht nicht

Verstanden hast du es erst, wenn du es selbst hinschreiben kannst. Genau dafür ist diese Seite gebaut: Die Lösung sagen könnte jeder — hier kommen Fragen, die dich hinführen, und am Schluss schreibst du die Antwort selbst.

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