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Elektrotechnik

Formelsammlung Elektrotechnik — 59 Formeln, jede umgestellt

Für Elektroniker für Betriebstechnik — vom ohmschen Gesetz bis zur Blindleistung.

Zu jeder Formel stehen alle Umstellungen da — nicht nur U = R · I, sondern auch die Fassungen nach R und nach I. Dazu, was jedes Formelzeichen bedeutet, in welcher Einheit es gemessen wird, und ein Beispiel mit Zahlen.

Jede umgestellte Formel wird beim Bauen nachgerechnet: Der Prüfer setzt Zufallszahlen in die Grundformel und in jede Umstellung ein und vergleicht die Ergebnisse. Eine falsch umgestellte Formel in einer Formelsammlung ist schlimmer als gar keine — sie wird geglaubt.

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Strom, Spannung, Widerstand

Ohmsches Gesetz

Die wichtigste Formel überhaupt: Spannung, Widerstand und Strom hängen fest zusammen.

U=R·IR=UII=UR
  • USpannungV
  • RWiderstandΩ
  • IStromstärkeA

BeispielU = 230 VR = 46 ΩI = 5 A

Merkhilfe: U steht oben, R und I stehen unten nebeneinander. Was man sucht, deckt man zu.

Ladung und Strom

Wie viel Ladung in einer bestimmten Zeit durch den Leiter geht.

Q=I·tI=Qtt=QI
  • QLadungAs
  • IStromstärkeA
  • tZeits

BeispielI = 2 At = 60 sQ = 120 As

1 As ist dasselbe wie 1 C (Coulomb). Auf Akkus steht meist Ah: 1 Ah = 3600 As.

Elektrische Leistung

Was ein Gerät in jedem Augenblick zieht.

P=U·IU=PII=PU
  • PLeistungW
  • USpannungV
  • IStromstärkeA

BeispielU = 230 VI = 5 AP = 1150 W

Leistung aus Spannung und Widerstand

Wenn der Strom nicht bekannt ist, aber der Widerstand.

P=U2RR=U2PU=P·R
  • PLeistungW
  • USpannungV
  • RWiderstandΩ

BeispielU = 230 VR = 46 ΩP = 1150 W

Entsteht aus P = U · I, wenn man I durch U / R ersetzt.

Leistung aus Strom und Widerstand

Die Verlustleistung in einer Leitung oder in einem Widerstand.

P=I2·RR=PI2I=PR
  • PLeistungW
  • IStromstärkeA
  • RWiderstandΩ

BeispielI = 16 AR = 0,2 ΩP = 51,2 W

Doppelter Strom heißt vierfache Verlustwärme — deshalb wird bei großen Leistungen hoch transformiert.

Elektrische Arbeit

Was über eine Zeit hinweg zusammenkommt — das, was der Zähler zählt.

W=P·tP=Wtt=WP
  • WArbeitWh
  • PLeistungW
  • tZeith

BeispielP = 2000 Wt = 1,5 hW = 3000 Wh

Zeit in Stunden ergibt Wh, Zeit in Sekunden ergibt Ws (= Joule). Nicht mischen.

Energiekosten

Was das Gerät im Jahr wirklich kostet.

K=W·pW=Kpp=KW
  • KKosten
  • WArbeitkWh
  • pArbeitspreis€/kWh

BeispielW = 3 kWhp = 0,35 €/kWhK = 1,05 €

Die Arbeit hier in Kilowattstunden einsetzen: 3000 Wh sind 3 kWh.

Wirkungsgrad

Wie viel von dem, was hineingeht, hinten auch ankommt.

η=PabPzuPab=η·PzuPzu=Pabη
  • ηWirkungsgrad
  • Pababgegebene LeistungW
  • Pzuzugeführte LeistungW

BeispielPab = 1500 WPzu = 1800 Wη = 0,8333

η hat keine Einheit und ist immer kleiner als 1. Mal 100 ergibt Prozent. Bei mehreren Stufen hintereinander werden die Wirkungsgrade multipliziert.

Reihen- und Parallelschaltung

Reihenschaltung — Gesamtwiderstand

Widerstände hintereinander addieren sich einfach.

Rges=R1+R2R1=RgesR2R2=RgesR1
  • RgesGesamtwiderstandΩ
  • R1erster WiderstandΩ
  • R2zweiter WiderstandΩ

BeispielR1 = 100 ΩR2 = 220 ΩRges = 320 Ω

In der Reihe ist der Strom überall gleich groß. Die Spannungen addieren sich zur Gesamtspannung.

Reihenschaltung — Spannungen und Widerstände

Am größeren Widerstand fällt die größere Spannung ab — genau im gleichen Verhältnis.

U1=U2·R1R2U2=U1·R2R1R1=R2·U1U2R2=R1·U2U1
  • U1Spannung am ersten WiderstandV
  • U2Spannung am zweiten WiderstandV
  • R1erster WiderstandΩ
  • R2zweiter WiderstandΩ

BeispielU2 = 6 VR1 = 200 ΩR2 = 100 ΩU1 = 12 V

Unbelasteter Spannungsteiler

Aus einer großen Spannung eine kleinere machen — der Klassiker der Messtechnik.

U2=U·R2R1+R2U=U2·(R1+R2)R2R2=U2·R1UU2R1=R2·(UU2)U2
  • U2TeilspannungV
  • UGesamtspannungV
  • R1oberer WiderstandΩ
  • R2unterer WiderstandΩ

BeispielU = 24 VR1 = 1000 ΩR2 = 500 ΩU2 = 8 V

Nur ohne Last am Abgriff. Sobald ein Verbraucher dranhängt, bricht die Teilspannung ein.

Vorwiderstand

Eine LED oder eine Lampe an einer zu großen Spannung betreiben.

Rv=UgesUvIUges=Uv+Rv·IUv=UgesRv·II=UgesUvRv
  • RvVorwiderstandΩ
  • UgesGesamtspannungV
  • UvSpannung am VerbraucherV
  • IStromstärkeA

BeispielUges = 12 VUv = 2 VI = 0,02 ARv = 500 Ω

Der Vorwiderstand verheizt die überschüssige Spannung. Seine Leistung mit P = (Uges − Uv) · I nachrechnen, sonst wird er zu heiß.

Parallelschaltung — zwei Widerstände

Zwei Widerstände nebeneinander.

Rges=R1·R2R1+R2R1=Rges·R2R2RgesR2=Rges·R1R1Rges
  • RgesGesamtwiderstandΩ
  • R1erster WiderstandΩ
  • R2zweiter WiderstandΩ

BeispielR1 = 100 ΩR2 = 100 ΩRges = 50 Ω

Der Gesamtwiderstand ist immer kleiner als der kleinste einzelne. Bei zwei gleichen ist er genau die Hälfte.

Parallelschaltung — beliebig viele

Drei und mehr Widerstände nebeneinander.

Rges=11R1+1R2+1R31Rges=1R1+1R2+1R3
  • RgesGesamtwiderstandΩ
  • R1erster WiderstandΩ
  • R2zweiter WiderstandΩ
  • R3dritter WiderstandΩ

BeispielR1 = 100 ΩR2 = 200 ΩR3 = 200 ΩRges = 50 Ω

Der Kehrwert ganz zum Schluss — das ist der Fehler, der am häufigsten passiert.

Stromteiler

Wie sich der Strom auf zwei parallele Zweige aufteilt.

I1=I2·R2R1I2=I1·R1R2
  • I1Strom im ersten ZweigA
  • I2Strom im zweiten ZweigA
  • R1erster WiderstandΩ
  • R2zweiter WiderstandΩ

BeispielI2 = 0,5 AR1 = 100 ΩR2 = 300 ΩI1 = 1,5 A

Umgekehrt als bei der Reihenschaltung: Durch den kleineren Widerstand fließt der größere Strom.

Leiter und Leitungen

Leiterwiderstand

Was eine Leitung allein durch ihre Länge an Widerstand mitbringt.

R=ρ·lAl=R·AρA=ρ·lRρ=R·Al
  • RWiderstandΩ
  • ρspezifischer WiderstandΩ·mm²/m
  • lLängem
  • AQuerschnittmm²

Beispielρ = 0,0178 Ω·mm²/ml = 50 mA = 1,5 mm²R = 0,5933 Ω

Kupfer ρ = 0,0178, Aluminium ρ = 0,0286 Ω·mm²/m. Länge in Metern, Querschnitt in Quadratmillimetern.

Leiterwiderstand über die Leitfähigkeit

Dieselbe Sache, nur mit κ statt ρ — so steht es in den meisten Tabellenbüchern.

R=lκ·AA=lκ·Rl=κ·A·Rκ=lR·A
  • RWiderstandΩ
  • lLängem
  • κelektrische Leitfähigkeitm/(Ω·mm²)
  • AQuerschnittmm²

Beispiell = 50 mκ = 56 m/(Ω·mm²)A = 1,5 mm²R = 0,5952 Ω

κ ist der Kehrwert von ρ. Kupfer κ = 56, Aluminium κ = 35 m/(Ω·mm²).

Spannungsfall — Wechselstrom einphasig

Wie viel Spannung auf dem Weg zur Steckdose verloren geht.

ΔU=2·l·Iκ·AA=2·l·Iκ·ΔUl=ΔU·κ·A2·II=ΔU·κ·A2·l
  • ΔUSpannungsfallV
  • leinfache Leitungslängem
  • IStromstärkeA
  • κLeitfähigkeitm/(Ω·mm²)
  • AQuerschnittmm²

Beispiell = 30 mI = 16 Aκ = 56 m/(Ω·mm²)A = 2,5 mm²ΔU = 6,857 V

Die 2 steht für Hin- und Rückleiter. l ist deshalb nur die einfache Strecke.

Spannungsfall — Drehstrom

Dasselbe im Drehstromnetz.

ΔU=3·l·I·cos φκ·AA=3·l·I·cos φκ·ΔUl=ΔU·κ·A3·I·cos φ
  • ΔUSpannungsfallV
  • lLeitungslängem
  • IStromstärkeA
  • cos φLeistungsfaktor
  • κLeitfähigkeitm/(Ω·mm²)
  • AQuerschnittmm²

Beispiell = 60 mI = 25 Acos φ = 0,9κ = 56 m/(Ω·mm²)A = 10 mm²ΔU = 4,175 V

Bei Drehstrom steht √3 statt der 2 — es gibt keinen Rückleiter, der den vollen Strom trägt.

Spannungsfall in Prozent

Ob die Leitung die Vorschrift noch einhält.

ΔU%=ΔUU·100ΔU=ΔU%·U100U=ΔUΔU%·100
  • ΔU%Spannungsfall in Prozent%
  • ΔUSpannungsfallV
  • UNennspannungV

BeispielΔU = 6,9 VU = 230 VΔU% = 3 %

In der Hausinstallation sind zwischen Zähler und Verbraucher meist höchstens 3 % zulässig.

Widerstand und Temperatur

Ein Kupferleiter wird warm — und dabei hochohmiger.

Rw=Rk·(1+α·Δϑ)Rk=Rw1+α·ΔϑΔϑ=RwRk1αα=RwRk1Δϑ
  • RwWiderstand warmΩ
  • RkWiderstand kaltΩ
  • αTemperaturbeiwert1/K
  • ΔϑTemperaturänderungK

BeispielRk = 10 Ωα = 0,0039 1/KΔϑ = 50 KRw = 11,95 Ω

Kupfer α = 0,0039 1/K. Δϑ ist der Unterschied, nicht die Temperatur selbst.

Wechselstrom

Frequenz und Periodendauer

Wie oft die Spannung in der Sekunde hin und her geht.

f=1TT=1f
  • fFrequenzHz
  • TPeriodendauers

BeispielT = 0,02 sf = 50 Hz

Im deutschen Netz: 50 Hz, also 20 ms für eine volle Schwingung.

Kreisfrequenz

Die Rechengröße, mit der man Spulen und Kondensatoren behandelt.

ω=2·π·ff=ω2·π
  • ωKreisfrequenz1/s
  • fFrequenzHz

Beispielf = 50 Hzω = 314,16 1/s

Scheitelwert und Effektivwert

Was das Messgerät anzeigt und was tatsächlich als Spitze anliegt.

û=2·UU=û2
  • ûScheitelwertV
  • UEffektivwertV

BeispielU = 230 Vû = 325,27 V

230 V aus der Steckdose sind der Effektivwert. In der Spitze sind es rund 325 V — danach werden Bauteile ausgesucht.

Induktiver Blindwiderstand

Wie stark eine Spule den Wechselstrom bremst.

XL=2·π·f·LL=XL2·π·ff=XL2·π·L
  • XLinduktiver BlindwiderstandΩ
  • fFrequenzHz
  • LInduktivitätH

Beispielf = 50 HzL = 0,1 HXL = 31,42 Ω

Je höher die Frequenz, desto größer der Widerstand der Spule. Bei Gleichstrom ist er null.

Kapazitiver Blindwiderstand

Wie stark ein Kondensator den Wechselstrom bremst.

XC=12·π·f·CC=12·π·f·XCf=12·π·C·XC
  • XCkapazitiver BlindwiderstandΩ
  • fFrequenzHz
  • CKapazitätF

Beispielf = 50 HzC = 10 µFXC = 318,31 Ω

C in Farad einsetzen: 10 µF sind 0,000 01 F. Genau umgekehrt zur Spule — hohe Frequenz, kleiner Widerstand.

Scheinwiderstand

Wirkwiderstand und Blindwiderstand zusammen — sie addieren sich nicht einfach.

Z=R2+X2R=Z2X2X=Z2R2
  • ZScheinwiderstandΩ
  • RWirkwiderstandΩ
  • XBlindwiderstandΩ

BeispielR = 30 ΩX = 40 ΩZ = 50 Ω

Wie beim Satz des Pythagoras: R und X stehen senkrecht aufeinander, Z ist die Hypotenuse.

Resonanzfrequenz

Bei welcher Frequenz sich Spule und Kondensator gegenseitig aufheben.

f0=12·π·L·CL=1(2·π·f0)2·CC=1(2·π·f0)2·L
  • f0ResonanzfrequenzHz
  • LInduktivitätH
  • CKapazitätF

BeispielL = 0,1 HC = 10 µFf0 = 159,15 Hz

In der Resonanz bleibt nur der Wirkwiderstand übrig — im Reihenkreis wird der Strom dort am größten.

Leistung im Wechselstrom

Scheinleistung

Was durch die Leitung muss — danach wird der Querschnitt ausgelegt.

S=U·IU=SII=SU
  • SScheinleistungVA
  • USpannungV
  • IStromstärkeA

BeispielU = 230 VI = 10 AS = 2300 VA

Wirkleistung

Was wirklich Arbeit verrichtet — und was der Zähler zählt.

P=U·I·cos φcos φ=PU·II=PU·cos φU=PI·cos φ
  • PWirkleistungW
  • USpannungV
  • IStromstärkeA
  • cos φLeistungsfaktor

BeispielU = 230 VI = 10 Acos φ = 0,85P = 1955 W

Blindleistung

Die Leistung, die zwischen Netz und Verbraucher hin und her pendelt.

Q=U·I·sin φsin φ=QU·II=QU·sin φ
  • QBlindleistungvar
  • USpannungV
  • IStromstärkeA
  • sin φSinus des Phasenwinkels

BeispielU = 230 VI = 10 Asin φ = 0,53Q = 1219 var

Blindleistung verrichtet keine Arbeit, belastet die Leitung aber trotzdem.

Leistungsdreieck

Wirk-, Blind- und Scheinleistung hängen über den Pythagoras zusammen.

S=P2+Q2P=S2Q2Q=S2P2
  • SScheinleistungVA
  • PWirkleistungW
  • QBlindleistungvar

BeispielP = 1955 WQ = 1219 varS = 2303,91 VA

Leistungsfaktor

Wie viel von der Scheinleistung tatsächlich ankommt.

cos φ=PSP=S·cos φS=Pcos φ
  • cos φLeistungsfaktor
  • PWirkleistungW
  • SScheinleistungVA

BeispielP = 1955 WS = 2300 VAcos φ = 0,85

cos φ = 1 heißt reine Wirkleistung. Betriebe zahlen ab etwa 0,9 einen Aufschlag.

Phasenwinkel aus dem Leistungsfaktor

Für die Kompensationsrechnung braucht man den Winkel selbst.

φ=arccos(cos φ)cos φ=cos(φ)
  • φPhasenwinkel°
  • cos φLeistungsfaktor

Beispielcos φ = 0,85φ = 31,79 °

Drehstrom — Wirkleistung

Die Formel für jeden Drehstrommotor.

P=3·U·I·cos φI=P3·U·cos φU=P3·I·cos φcos φ=P3·U·I
  • PWirkleistungW
  • UAußenleiterspannungV
  • IAußenleiterstromA
  • cos φLeistungsfaktor

BeispielU = 400 VI = 10 Acos φ = 0,85P = 5888,97 W

U ist die Spannung zwischen zwei Außenleitern (400 V), nicht die gegen N (230 V).

Drehstrom — Scheinleistung

Für die Auslegung von Leitung und Sicherung.

S=3·U·II=S3·UU=S3·I
  • SScheinleistungVA
  • UAußenleiterspannungV
  • IAußenleiterstromA

BeispielU = 400 VI = 10 AS = 6928,2 VA

Blindleistungskompensation

Wie viel Blindleistung ein Kondensator übernehmen muss.

Qc=P·(tan(φ₁)tan(φ₂))P=Qctan(φ₁)tan(φ₂)
  • Qczu kompensierende Blindleistungvar
  • PWirkleistungW
  • φ₁Winkel vorher°
  • φ₂Winkel nachher°

BeispielP = 5000 Wφ₁ = 36,87 °φ₂ = 18,19 °Qc = 2107,06 var

φ₁ ist der Winkel vor, φ₂ der nach der Kompensation. Beide über arccos aus dem cos φ holen.

Kompensationskondensator

Welche Kapazität der Kondensator dafür haben muss.

C=Qc2·π·f·U2Qc=C·2·π·f·U2
  • CKapazitätF
  • QcBlindleistungvar
  • fFrequenzHz
  • USpannungV

BeispielQc = 1000 varf = 50 HzU = 230 VC = 60,17 µF

Die Formel liefert Farad. Für den Bestellzettel mal 1 000 000 nehmen — dann steht es in µF, so wie es auf dem Kondensator aufgedruckt ist.

Stern und Dreieck

Sternschaltung — Spannungen

Warum an der Steckdose 230 V liegen, obwohl das Netz 400 V hat.

UStr=UL3UL=3·UStr
  • UStrStrangspannungV
  • ULAußenleiterspannungV

BeispielUL = 400 VUStr = 230,94 V

Der Strangstrom ist im Stern genauso groß wie der Außenleiterstrom.

Dreieckschaltung — Ströme

Warum die Zuleitung im Dreieck mehr Strom führt als der Strang.

IL=3·IStrIStr=IL3
  • ILAußenleiterstromA
  • IStrStrangstromA

BeispielIStr = 10 AIL = 17,32 A

Die Strangspannung ist im Dreieck genauso groß wie die Außenleiterspannung.

Stern-Dreieck-Anlauf

Warum der Motor im Stern nur ein Drittel der Leistung bringt.

PΔ=3·PYPY=PΔ3
  • PΔLeistung im DreieckW
  • PYLeistung im SternW

BeispielPY = 2000 WPΔ = 6000 W

Auch der Anlaufstrom sinkt im Stern auf ein Drittel — genau dafür macht man es.

Kondensator und Spule

Ladung im Kondensator

Wie viel Ladung ein Kondensator bei einer bestimmten Spannung aufnimmt.

Q=C·UC=QUU=QC
  • QLadungAs
  • CKapazitätF
  • USpannungV

BeispielC = 1000 µFU = 24 VQ = 0,024 As

Energie im Kondensator

Warum ein geladener Kondensator auch nach dem Abschalten gefährlich ist.

W=0,5·C·U2C=2·WU2U=2·WC
  • WEnergieWs
  • CKapazitätF
  • USpannungV

BeispielC = 1000 µFU = 400 VW = 80 Ws

Doppelte Spannung heißt vierfache Energie. Vor dem Anfassen entladen und messen.

Energie in der Spule

Warum es beim Abschalten einer Spule funkt.

W=0,5·L·I2L=2·WI2I=2·WL
  • WEnergieWs
  • LInduktivitätH
  • IStromstärkeA

BeispielL = 0,5 HI = 2 AW = 1 Ws

Zeitkonstante

Wie schnell ein Kondensator über einen Widerstand voll wird.

τ=R·CR=τCC=τR
  • τZeitkonstantes
  • RWiderstandΩ
  • CKapazitätF

BeispielR = 10000 ΩC = 100 µFτ = 1 s

Nach 1 τ sind rund 63 % erreicht, nach 5 τ gilt der Kondensator als voll.

Ladekurve

Welche Spannung nach einer bestimmten Zeit erreicht ist.

u=U·(1exp(tτ))t=τ·ln(1uU)
  • uSpannung nach der Zeit tV
  • ULadespannungV
  • tZeits
  • τZeitkonstantes

BeispielU = 24 Vt = 1 sτ = 1 su = 15,17 V

Kondensatoren zusammenschalten

Achtung — genau umgekehrt wie bei Widerständen.

Cpar=C1+C2
Creihe=C1·C2C1+C2
  • CparKapazität parallelF
  • CreiheKapazität in ReiheF
  • C1erster KondensatorF
  • C2zweiter KondensatorF

BeispielC1 = 10 µFC2 = 20 µFCpar = 30 µF

Parallel addieren sich die Kapazitäten, in Reihe werden sie kleiner.

Selbstinduktion

Welche Spannung eine Spule erzeugt, wenn sich der Strom ändert.

U=L·ΔIΔtL=U·ΔtΔIΔI=U·ΔtLΔt=L·ΔIU
  • Uinduzierte SpannungV
  • LInduktivitätH
  • ΔIStromänderungA
  • ΔtZeitspannes

BeispielL = 0,5 HΔI = 2 AΔt = 0,01 sU = 100 V

Je schneller die Änderung, desto höher die Spannung — deshalb die Freilaufdiode am Schütz.

Transformator

Übersetzungsverhältnis

Das Verhältnis, das alles am Trafo bestimmt.

ü=N₁N₂N₁=ü·N₂N₂=N₁ü
  • üÜbersetzungsverhältnis
  • N₁Windungen Primärseite
  • N₂Windungen Sekundärseite

BeispielN₁ = 1000N₂ = 50ü = 20

Transformator — Spannungen

Die Spannungen verhalten sich wie die Windungszahlen.

U₂=U₁·N₂N₁U₁=U₂·N₁N₂N₂=N₁·U₂U₁N₁=N₂·U₁U₂
  • U₁PrimärspannungV
  • U₂SekundärspannungV
  • N₁Windungen primär
  • N₂Windungen sekundär

BeispielU₁ = 230 VN₁ = 1000N₂ = 50U₂ = 11,5 V

Transformator — Ströme

Beim Strom ist es genau andersherum als bei der Spannung.

I₁=I₂·N₂N₁I₂=I₁·N₁N₂
  • I₁PrimärstromA
  • I₂SekundärstromA
  • N₁Windungen primär
  • N₂Windungen sekundär

BeispielI₂ = 20 AN₁ = 1000N₂ = 50I₁ = 1 A

Weniger Windungen heißt weniger Spannung, aber mehr Strom. Die Leistung bleibt (fast) gleich.

Motor

Synchrondrehzahl

Die Drehzahl, die das Drehfeld vorgibt.

ns=f·60pf=ns·p60p=f·60ns
  • nsSynchrondrehzahl1/min
  • fFrequenzHz
  • pPolpaarzahl

Beispielf = 50 Hzp = 2ns = 1500 1/min

Polpaarzahl, nicht Polzahl: Ein vierpoliger Motor hat p = 2 und dreht mit 1500 1/min.

Schlupf

Der Asynchronmotor bleibt immer ein Stück hinter dem Drehfeld zurück.

s=nsnns·100n=ns·(1s100)ns=n1s100
  • sSchlupf%
  • nsSynchrondrehzahl1/min
  • nLäuferdrehzahl1/min

Beispielns = 1500 1/minn = 1440 1/mins = 4 %

Ohne Schlupf gäbe es keine Induktion im Läufer und damit kein Drehmoment.

Drehmoment aus Leistung und Drehzahl

Die Formel vom Typenschild — Leistung und Drehzahl stehen dort, das Moment nicht.

M=9550·PnP=M·n9550n=9550·PM
  • MDrehmomentNm
  • PLeistungkW
  • nDrehzahl1/min

BeispielP = 5,5 kWn = 1450 1/minM = 36,22 Nm

Nur mit P in Kilowatt und n in Umdrehungen je Minute. Die 9550 ist 60 000 geteilt durch 2π.

Mechanische Leistung

Dieselbe Sache in Grundeinheiten.

P=M·2·π·nM=P2·π·nn=P2·π·M
  • PLeistungW
  • MDrehmomentNm
  • nDrehzahl1/s

BeispielM = 36 Nmn = 24 1/sP = 5428,67 W

Hier n in Umdrehungen je Sekunde und P in Watt — sonst kommt Unsinn heraus.

Wirkungsgrad eines Drehstrommotors

Was der Motor an der Welle abgibt, verglichen mit dem, was er zieht.

η=Pab3·U·I·cos φPab=η·3·U·I·cos φI=Pabη·3·U·cos φ
  • ηWirkungsgrad
  • PabWellenleistungW
  • UAußenleiterspannungV
  • IAußenleiterstromA
  • cos φLeistungsfaktor

BeispielPab = 5500 WU = 400 VI = 11 Acos φ = 0,85η = 0,849

Auf dem Typenschild steht die abgegebene Leistung — nicht die, die der Motor aus dem Netz nimmt.

Beleuchtung und Instandhaltung

Beleuchtungsstärke

Ob am Arbeitsplatz genug Licht ankommt.

E=ΦAΦ=E·AA=ΦE
  • EBeleuchtungsstärkelx
  • ΦLichtstromlm
  • AFläche

BeispielΦ = 4000 lmA = 10 m²E = 400 lx

1 lx ist 1 lm je m². Am Büroarbeitsplatz werden 500 lx gefordert.

Lichtausbeute

Wie sparsam ein Leuchtmittel ist.

ηL=ΦPΦ=ηL·PP=ΦηL
  • ηLLichtausbeutelm/W
  • ΦLichtstromlm
  • PLeistungW

BeispielΦ = 4000 lmP = 36 WηL = 111,11 lm/W

Glühlampe rund 12 lm/W, LED 100 lm/W und mehr — daher der Unterschied auf der Rechnung.

Verfügbarkeit einer Anlage

Die Kennzahl der Instandhaltung.

V=MTBFMTBF+MTTR·100MTBF=MTTR·V100VMTTR=MTBF·(100V)V
  • VVerfügbarkeit%
  • MTBFmittlere Betriebsdauer zwischen Ausfällenh
  • MTTRmittlere Reparaturdauerh

BeispielMTBF = 950 hMTTR = 50 hV = 95 %

Kürzere Reparaturzeiten heben die Verfügbarkeit genauso wie seltenere Ausfälle.

Vorsätze und Einheiten

Die Vorsätze verschieben nur das Komma. Wer sie im Kopf hat, spart sich die halbe Rechnerei.

VorsatzZeichenBedeutetBeispiel
GigaG1 000 000 0001 GW = 1 000 000 000 W
MegaM1 000 0001 MΩ = 1 000 000 Ω
Kilok1 0001 kV = 1 000 V
11 A
Millim0,0011 mA = 0,001 A
Mikroµ0,000 0011 µF = 0,000 001 F
Nanon0,000 000 0011 nF = 0,000 000 001 F
Pikop0,000 000 000 0011 pF = 0,000 000 000 001 F

Von einer Zeile zur nächsten nach unten: Komma um drei Stellen nach links. Nach oben: um drei nach rechts.

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