Erklärt von ganz vornOhne Vorwissen, ein Satz nach dem anderen. Wer es schon kann, überspringt es.
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Nicht vorgesagt, sondern gefragtDu bekommst Fragen, die dich hinführen. Abschreiben geht hier nicht — verstehen schon.
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Was hakt, kommt wiederNach einem Tag, nach drei Tagen, nach einer Woche. So lange, bis es sitzt.
So sieht das beim Üben aus
Eine echte Aufgabe aus diesem Thema.
Du bekommst sie nicht vorgerechnet — du wirst hingeführt.
Die Aufgabe
Welche Zeitform ist „ich werde gehen“?
Erste Frage an dich
Aus wie vielen Teilen besteht „ich werde gehen“? (Das „ich“ zählt nicht mit.)
Aus zwei Wörtern
Aus drei Wörtern
Aus einem Wort
Danach kommen 2 weitere Fragen —
und am Schluss schreibst du die Antwort selbst hin.
Wenn du nicht weiterweißt, gibt es einen Tipp: Zähl die Verbformen.
Zeitformen von ganz vorn
Ein Satz nach dem anderen, ohne Vorwissen.
Ein Verb ist ein Tuwort: gehen, lesen, sein. Es verändert seine Form, je nachdem wann etwas passiert.
Diese verschiedenen Formen heißen Zeitformen.
Passiert es jetzt gerade, ist es die Gegenwart: ich gehe. Der Fachbegriff dafür ist Präsens.
Ist es vorbei, gibt es zwei Möglichkeiten. Beim Schreiben und Erzählen nimmt man meistens: ich ging. Das heißt Präteritum.
Beim Sprechen sagt man eher: ich bin gegangen. Das heißt Perfekt. Es besteht aus zwei Teilen — einem Hilfsverb (haben oder sein) und einer zweiten Verbform.
War etwas noch früher als etwas anderes Vergangenes, nimmt man: ich war gegangen. Das heißt Plusquamperfekt, also Vorvergangenheit.
Für die Zukunft nimmt man werden: ich werde gehen. Das ist das Futur.
Merkhilfe: Besteht die Form aus einem Wort, ist es Präsens oder Präteritum. Besteht sie aus zwei, ist es Perfekt, Plusquamperfekt oder Futur.
Wozu man das braucht
Beim Erzählen brauchst du das Präteritum, beim Berichten das Perfekt, beim Vorausschauen das Futur. Wer die Zeiten mischt, verwirrt den Leser.
In Bewerbungen und Lebensläufen entscheidet die richtige Zeitform darüber, ob etwas abgeschlossen oder noch aktuell wirkt.
Schritt für Schritt
Kläre zuerst: Wann passiert es — jetzt, früher oder später?
Präsens für Gegenwart und für allgemeine Aussagen.
Präteritum für Erzähltes in der Vergangenheit, vor allem schriftlich.
Perfekt für Vergangenes mit Bezug zur Gegenwart, vor allem gesprochen.
Plusquamperfekt für das, was noch früher passiert ist als das Erzählte.
Bleib in einem Text bei einer Grundzeit und wechsle nur mit Absicht.
Ein durchgerechnetes Beispiel
Aufgabe: „Ich habe das Buch gelesen.“ Welche Zeitform?
Zwei Teile: „habe“ + „gelesen“.
„habe“ ist die Gegenwart von haben.
haben in der Gegenwart + Partizip → Perfekt.
Ergebnis: Perfekt
Die häufigsten Fehler
Zeiten im selben Absatz gemischtWer zwischen Präteritum und Perfekt hin- und herspringt, macht den Text unruhig.
Hilfsverb falsch gewählt„Ich habe gelaufen“ ist falsch — bei Bewegungsverben heißt es „ich bin gelaufen“.
Partizip falsch gebildetBei starken Verben ändert sich der Stamm: gehen, ging, gegangen — nicht „gegeht“.
Plusquamperfekt vergessenWenn etwas vor dem Erzählten liegt, braucht es diese Zeit. Sonst wirkt die Reihenfolge falsch.
Zum Ansehen
Wörter, die man kennen muss
VerbDas Tuwort: gehen, lesen, sein.
Hilfsverbhaben, sein oder werden — hilft beim Bilden der Zeitform.
PräsensGegenwart: ich gehe.
PräteritumEinfache Vergangenheit: ich ging.
PerfektVollendete Gegenwart: ich bin gegangen.
PlusquamperfektVorvergangenheit: ich war gegangen.
Futur IZukunft: ich werde gehen.
Das Wichtigste in Kürze
Ein Wort → Präsens oder Präteritum.
haben/sein in der Gegenwart + Partizip → Perfekt.
haben/sein in der Vergangenheit + Partizip → Plusquamperfekt.
werden + Grundform → Futur I.
Dasselbe Verb in allen Zeiten — zum Ausprobieren
Wähl ein Verb und schieb durch die Zeitformen. Achte darauf, wann ein Hilfsverb dazukommt.
Das Modell zum Schieben steht in der App —
dort siehst du sofort, was sich ändert, wenn du an einem Wert drehst.
Verstanden hast du es erst, wenn du es selbst hinschreiben kannst. Genau dafür ist
diese Seite gebaut: Die Lösung sagen könnte jeder — hier kommen Fragen, die dich
hinführen, und am Schluss schreibst du die Antwort selbst.
Kostenlos, ohne Werbung. Ein Konto brauchst du nur, wenn sich die Seite merken soll,
was bei dir noch hakt.