Erklärt von ganz vornOhne Vorwissen, ein Satz nach dem anderen. Wer es schon kann, überspringt es.
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Nicht vorgesagt, sondern gefragtDu bekommst Fragen, die dich hinführen. Abschreiben geht hier nicht — verstehen schon.
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Was hakt, kommt wiederNach einem Tag, nach drei Tagen, nach einer Woche. So lange, bis es sitzt.
So sieht das beim Üben aus
Eine echte Aufgabe aus diesem Thema.
Du bekommst sie nicht vorgerechnet — du wirst hingeführt.
Die Aufgabe
Das Wort „Ritter“ früher: einfach ein Reiter heute: Angehöriger des Adels
Erste Frage an dich
Warum verändert sich Sprache überhaupt?
Weil Menschen sie benutzen und sich die Welt um sie herum ändert
Weil immer weniger Menschen die Regeln beherrschen
Weil der Duden das so festlegt
Danach kommen 3 weitere Fragen —
und am Schluss schreibst du die Antwort selbst hin.
Wenn du nicht weiterweißt, gibt es einen Tipp: Denk daran, wer Sprache benutzt und wofür.
Sprachwandel von ganz vorn
Ein Satz nach dem anderen, ohne Vorwissen.
Wörter bekommen mit der Zeit andere Bedeutungen. „Weib“ war früher ein ganz normales Wort für Frau — heute klingt es abwertend.
Manche Wörter meinen weniger als früher: „Hochzeit“ hieß einmal jedes hohe Fest, heute nur noch die Vermählung.
Andere meinen mehr: „Sache“ war ein Rechtsstreit vor Gericht, heute ist es jeder beliebige Gegenstand.
Deshalb muss man bei alten Texten aufpassen: Ein Wort von damals bedeutet nicht dasselbe wie heute.
Wozu man das braucht
Sprache verändert sich ständig, und über diese Veränderung wird viel gestritten. Wer die Mechanismen kennt, kann sachlich mitreden statt nur zu schimpfen.
In Erörterungen zum Thema Sprache ist das ein häufiges Prüfungsthema.
Schritt für Schritt
Kläre, worum es geht: neue Wörter, geänderte Bedeutungen oder geänderte Grammatik.
Such Beispiele aus dem eigenen Alltag.
Frag nach dem Grund: neue Technik, Kontakt zu anderen Sprachen, Bequemlichkeit im Sprechen.
Ordne ein, ob die Veränderung neu ist oder schon lange läuft.
Wäg beide Seiten ab, bevor du bewertest.
Belege deine Aussagen mit konkreten Wörtern, nicht mit Eindrücken.
Ein durchgerechnetes Beispiel
Aufgabe: „Hochzeit“ — früher und heute
Früher: jedes hohe Fest.
Heute: nur noch die Vermählung.
Der Bereich ist kleiner geworden.
Ergebnis: Bedeutungsverengung
Die häufigsten Fehler
Jede Veränderung als Verfall gedeutetSprache hat sich immer verändert. Das allein ist kein Werturteil.
Nur über Anglizismen gesprochenSprachwandel betrifft auch Grammatik, Aussprache und Bedeutungen.
Behauptungen ohne BeispieleEine Erörterung lebt von konkreten Wörtern und Belegen.
Gesprochene und geschriebene Sprache vermischtWas im Gespräch üblich ist, muss im geschriebenen Text nicht falsch oder richtig sein.
Zum Ansehen
Wörter, die man kennen muss
BedeutungsverengungDas Wort meint weniger als früher.
BedeutungserweiterungDas Wort meint mehr als früher.
BedeutungsverschlechterungDas Wort bekommt einen schlechteren Beiklang.
BedeutungsverbesserungDas Wort gewinnt an Ansehen.
AnglizismusEin aus dem Englischen übernommenes Wort.
Das Wichtigste in Kürze
Sprache wandelt sich, weil Menschen sie benutzen und sich die Welt verändert.
Vier Richtungen: Verengung, Erweiterung, Verschlechterung, Verbesserung.
Der Duden hält fest, wie gesprochen wird — er bestimmt es nicht.
Bei alten Texten immer prüfen, was ein Wort damals bedeutete.
Ein Satz durch die Zeit — zum Ausprobieren
Derselbe Gedanke, fünf Jahrhunderte. Sprache steht nie still.
Das Modell zum Schieben steht in der App —
dort siehst du sofort, was sich ändert, wenn du an einem Wert drehst.
Verstanden hast du es erst, wenn du es selbst hinschreiben kannst. Genau dafür ist
diese Seite gebaut: Die Lösung sagen könnte jeder — hier kommen Fragen, die dich
hinführen, und am Schluss schreibst du die Antwort selbst.
Kostenlos, ohne Werbung. Ein Konto brauchst du nur, wenn sich die Seite merken soll,
was bei dir noch hakt.