Erklärt von ganz vornOhne Vorwissen, ein Satz nach dem anderen. Wer es schon kann, überspringt es.
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Nicht vorgesagt, sondern gefragtDu bekommst Fragen, die dich hinführen. Abschreiben geht hier nicht — verstehen schon.
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Was hakt, kommt wiederNach einem Tag, nach drei Tagen, nach einer Woche. So lange, bis es sitzt.
So sieht das beim Üben aus
Eine echte Aufgabe aus diesem Thema.
Du bekommst sie nicht vorgerechnet — du wirst hingeführt.
Die Aufgabe
Aus einer Rede: „Wollen wir das wirklich zulassen?“
Erste Frage an dich
Was will eine Rede vor allem erreichen?
Sie will überzeugen und zum Handeln bewegen
Sie will nur sachlich informieren
Sie will unterhalten
Danach kommen 3 weitere Fragen —
und am Schluss schreibst du die Antwort selbst hin.
Wenn du nicht weiterweißt, gibt es einen Tipp: Anders als ein Sachtext richtet sie sich direkt an Zuhörer.
Rede und Rhetorik von ganz vorn
Ein Satz nach dem anderen, ohne Vorwissen.
Eine Rede will nicht nur informieren, sondern überzeugen und zum Handeln bewegen. Deshalb ist sie sorgfältig gebaut.
Eine rhetorische Frage ist eine Frage, auf die keine Antwort erwartet wird. Die Zuhörer sollen selbst auf die gewünschte Antwort kommen.
Bei einer Anapher beginnen mehrere Sätze mit denselben Wörtern. Das hämmert den Gedanken ein.
Wer diese Mittel erkennt, merkt auch, wann jemand versucht, ihn zu überzeugen — und kann selbst entscheiden, ob er mitgeht.
Wozu man das braucht
Referate, Bewerbungsgespräche, Diskussionen im Betrieb: Überall musst du überzeugen. Rhetorik ist erlernbares Handwerk, kein Talent.
Und andersherum: Wer die Mittel kennt, merkt, wenn eine Rede mehr Wirkung als Inhalt hat.
Schritt für Schritt
Kläre Ziel und Publikum, bevor du das erste Wort schreibst.
Bau die Rede in drei Teile: Einstieg, Hauptteil, Schluss.
Nimm einen Einstieg, der Aufmerksamkeit holt — Frage, Zahl, kurze Geschichte.
Bring im Hauptteil höchstens drei Kernaussagen, jede mit Beleg.
Setz gezielt ein oder zwei Stilmittel ein, nicht mehr.
Schließ mit einer klaren Aufforderung oder einem Satz, der hängen bleibt.
Ein durchgerechnetes Beispiel
Aufgabe: „Wir haben gekämpft, wir haben verloren, wir haben weitergemacht.“
Drei Satzteile beginnen mit denselben Worten „wir haben“.
Das ist eine Anapher.
Wirkung: Der Gedanke bleibt hängen.
Ergebnis: Anapher
Die häufigsten Fehler
Zu viele KernaussagenMehr als drei merkt sich niemand. Lieber weniger und dafür belegt.
Stilmittel gehäuftWer in jedem Satz eine Metapher unterbringt, wirkt aufgesetzt statt überzeugend.
Ohne Publikum gedachtDieselbe Rede wirkt vor Mitschülern und vor Fachleuten völlig verschieden.
Schluss weggelassenEin Vortrag, der einfach aufhört, verpufft. Der letzte Satz bleibt am längsten hängen.
Zum Ansehen
Wörter, die man kennen muss
Rhetorische FrageEine Frage ohne erwartete Antwort.
AnapherWiederholung derselben Wörter am Satzanfang.
DreierfigurDrei gleichrangige Begriffe in einer Reihe.
AppellDirekte Aufforderung an die Zuhörer.
Das Wichtigste in Kürze
Rhetorische Frage: lenkt zur gewünschten Antwort, ohne sie auszusprechen.
Anapher: macht eindringlich und einprägsam.
Dreierfigur: klingt rund und vollständig.
Appell: soll aus Zuhören Handeln machen.
Bei der Analyse immer fragen: Was soll bei den Zuhörern passieren?
Eine Rede von vorn bis hinten — zum Ausprobieren
Schieb durch den Aufbau. Jeder Teil hat eine Aufgabe — fehlt einer, merkt das Publikum es.
Das Modell zum Schieben steht in der App —
dort siehst du sofort, was sich ändert, wenn du an einem Wert drehst.
Verstanden hast du es erst, wenn du es selbst hinschreiben kannst. Genau dafür ist
diese Seite gebaut: Die Lösung sagen könnte jeder — hier kommen Fragen, die dich
hinführen, und am Schluss schreibst du die Antwort selbst.
Kostenlos, ohne Werbung. Ein Konto brauchst du nur, wenn sich die Seite merken soll,
was bei dir noch hakt.