Endlich kapiert Üben

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Medien beurteilen — einfach erklärt

Nicht alles, was gedruckt oder geteilt wird, stimmt. Drei Fragen an jede Quelle — wer, wann, warum — und die Trennung von Nachricht und Meinung reichen für die meisten Fälle.

Medien beurteilen jetzt üben Kostenlos, ohne Anmeldung · die Lösung sagen? Könnte jeder

Was dich hier erwartet

Erklärt von ganz vorn Ohne Vorwissen, ein Satz nach dem anderen. Wer es schon kann, überspringt es.
Nicht vorgesagt, sondern gefragt Du bekommst Fragen, die dich hinführen. Abschreiben geht hier nicht — verstehen schon.
Was hakt, kommt wieder Nach einem Tag, nach drei Tagen, nach einer Woche. So lange, bis es sitzt.

So sieht das beim Üben aus

Eine echte Aufgabe aus diesem Thema. Du bekommst sie nicht vorgerechnet — du wirst hingeführt.

Die Aufgabe

Du willst etwas über ein Thema wissen und findest:
ein Artikel einer Zeitung mit Verfassername und Datum
Kannst du dich darauf stützen? Schreib ja oder nein.

Erste Frage an dich

Welche drei Fragen stellst du an jede Quelle?

Wer sagt es, wann, und warum
Wie lang ist der Text und wie schön geschrieben
Wie oft wurde es geteilt

Danach kommen 1 weitere Fragen — und am Schluss schreibst du die Antwort selbst hin. Wenn du nicht weiterweißt, gibt es einen Tipp: Es geht um die Person dahinter, um die Zeit und um die Absicht.

Medien beurteilen von ganz vorn

Ein Satz nach dem anderen, ohne Vorwissen.

Frag bei allem, was du liest: Wer sagt das?

Steht ein Impressum da? Wenn nicht, ist Vorsicht angebracht.

Frag: Wann wurde das geschrieben? Alte Angaben stimmen oft nicht mehr.

Frag: Warum sagt es jemand? Will er informieren, überzeugen oder etwas verkaufen?

Eine Nachricht kann man nachprüfen. Eine Meinung nicht — ihr kann man nur zustimmen.

Wertende Wörter verraten die Meinung: endlich, leider, offensichtlich, unerhört.

Lies nie nur die Überschrift. Sie darf mehr behaupten, als im Text steht.

Ein Bild ist kein Beweis. Man sieht ihm nicht an, wann es aufgenommen wurde.

Steht „Anzeige“ oder „gesponsert“ dabei, ist es Werbung — auch wenn es aussieht wie ein Artikel.

Bevor du etwas weiterleitest: Such dieselbe Angabe bei einer zweiten, unabhängigen Quelle.

Wozu man das braucht

Schritt für Schritt

  1. Such das Impressum: Wer steht dahinter?
  2. Such das Datum: Wie alt ist die Angabe?
  3. Frag nach der Absicht: Will jemand informieren, überzeugen oder verkaufen?
  4. Trenne im Text Nachricht und Meinung — wertende Wörter markieren.
  5. Vergleich Überschrift und Bild mit dem, was im Text wirklich steht.
  6. Such eine zweite, unabhängige Quelle für dieselbe Angabe.
  7. Erst danach weitergeben — oder eben nicht.

Ein durchgerechnetes Beispiel

Aufgabe: Eine Überschrift prüfen: „Jeder Zweite kann nicht mehr richtig lesen“

  1. Im Text nachlesen: 12 Prozent hatten Schwierigkeiten
  2. „Jeder Zweite“ wären 50 Prozent
  3. Der Unterschied ist mehr als das Vierfache
  4. Also: Die Überschrift wird vom Text nicht gedeckt

Ergebnis: Die Zahl im Text trägt die Überschrift nicht. Wer nur die Überschrift liest, hat etwas Falsches verstanden.

Die häufigsten Fehler

Nur die Überschrift gelesenÜberschriften sollen klicken lassen. „Jeder Zweite“ steht oft über einem Text, in dem 12 Prozent stehen.
Oft geteilt für wahr gehaltenWie oft etwas geteilt wurde, sagt nichts darüber, ob es stimmt. Falschmeldungen verbreiten sich schneller als Richtigstellungen.
Bild als Beweis genommenEin Bild zeigt nicht, wann und wo es entstanden ist. Alte Bilder werden ständig zu neuen Ereignissen weitergereicht.
Werbung nicht erkanntBezahlte Beiträge sehen aus wie Artikel. Steht irgendwo „Anzeige“ oder „gesponsert“, ist es Werbung.
Meinung für Nachricht gehalten„Endlich“, „unerhört“, „offensichtlich“ — solche Wörter stehen nie in einer reinen Nachricht.

Nachricht, Meinung oder Werbung?

NachrichtMeinungWerbung
Zweckinformierenüberzeugenverkaufen
Nachprüfbarjaneinteilweise
Typische WörterZahlen, Daten, „laut“endlich, leider, offensichtlichjetzt, exklusiv, nur heute
Quelle genanntmeist jaoft nichtfast nie
KennzeichnungKommentar, MeinungAnzeige, gesponsert

Alle drei können im selben Text stehen. Deshalb wird Satz für Satz getrennt, nicht Artikel für Artikel.

Wörter, die man kennen muss

ImpressumDie Pflichtangabe, wer für eine Seite verantwortlich ist. Fehlt sie, ist das ein Warnzeichen.
NachrichtEine nachprüfbare Angabe über einen Vorgang.
MeinungEine Bewertung. Man kann ihr zustimmen oder widersprechen, aber sie nicht nachprüfen.
QuelleWoher eine Angabe stammt — Person, Amt, Untersuchung oder Zeitung.
FalschmeldungEine Nachricht, die nicht stimmt — manchmal aus Versehen, manchmal mit Absicht.

Das Wichtigste in Kürze

  • Wer sagt es? Impressum suchen.
  • Wann wurde es gesagt? Datum suchen.
  • Warum sagt er es? Absicht prüfen.
  • Nachricht und Meinung im Text trennen.
  • Überschrift und Bild gegen den Text prüfen.
  • Zweite unabhängige Quelle suchen.
  • Erst prüfen, dann weitergeben.

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Lesen reicht nicht

Verstanden hast du es erst, wenn du es selbst hinschreiben kannst. Genau dafür ist diese Seite gebaut: Die Lösung sagen könnte jeder — hier kommen Fragen, die dich hinführen, und am Schluss schreibst du die Antwort selbst.

Kostenlos, ohne Werbung. Ein Konto brauchst du nur, wenn sich die Seite merken soll, was bei dir noch hakt.

Medien beurteilen jetzt üben 3 Aufgabentypen, immer neue Zahlen

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