Erklärt von ganz vornOhne Vorwissen, ein Satz nach dem anderen. Wer es schon kann, überspringt es.
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Nicht vorgesagt, sondern gefragtDu bekommst Fragen, die dich hinführen. Abschreiben geht hier nicht — verstehen schon.
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Was hakt, kommt wiederNach einem Tag, nach drei Tagen, nach einer Woche. So lange, bis es sitzt.
So sieht das beim Üben aus
Eine echte Aufgabe aus diesem Thema.
Du bekommst sie nicht vorgerechnet — du wirst hingeführt.
Die Aufgabe
Die Ärztin sagt: „Ich rufe morgen an.“ In indirekter Rede: Die Ärztin sagt, er oder sie ___ morgen an.
Erste Frage an dich
Wozu gibt es die indirekte Rede überhaupt?
Um weiterzugeben, was jemand gesagt hat, ohne es als eigene Aussage auszugeben
Um den Satz kürzer zu machen
Um höflicher zu klingen
Danach kommen 3 weitere Fragen —
und am Schluss schreibst du die Antwort selbst hin.
Wenn du nicht weiterweißt, gibt es einen Tipp: Überleg, was der Unterschied ist, wenn eine Zeitung schreibt, was jemand gesagt hat.
Konjunktiv von ganz vorn
Ein Satz nach dem anderen, ohne Vorwissen.
Wenn eine Zeitung schreibt „Der Minister sagt, er hat nichts gewusst“, klingt es, als würde die Zeitung das bestätigen.
Schreibt sie „Der Minister sagt, er habe nichts gewusst“, ist klar: Das behauptet er, nicht die Zeitung.
Diese Form heißt Konjunktiv I. Sie wird vom Wortstamm gebildet, meist mit einem angehängten -e.
Klingt der Konjunktiv I genauso wie die normale Form, weicht man auf den Konjunktiv II aus (würde … oder hätte …), damit der Unterschied hörbar bleibt.
Wozu man das braucht
In Berichten und Zeitungsartikeln gibst du wieder, was jemand gesagt hat — dafür brauchst du den Konjunktiv I. Damit machst du deutlich, dass es nicht deine eigene Aussage ist.
Der Konjunktiv II ist die Höflichkeitsform: „Könnten Sie bitte …“ klingt anders als „Können Sie …“.
Schritt für Schritt
Kläre, was du ausdrücken willst: fremde Aussage wiedergeben oder etwas Gedachtes formulieren.
Für die indirekte Rede den Konjunktiv I nehmen: er sagt, er sei müde.
Gebildet wird er aus dem Verbstamm plus -e: er gehe, er habe, er komme.
Klingt der Konjunktiv I wie der Indikativ, weich auf den Konjunktiv II aus: sie hätten statt sie haben.
Für Wünsche und Unwirkliches den Konjunktiv II: wenn ich Zeit hätte.
Vermeide „würde“, wo eine echte Form existiert: ginge statt würde gehen.
Ein durchgerechnetes Beispiel
Aufgabe: Tom sagt: „Ich komme später.“ → indirekt
Grundform: kommen.
Stamm komm- plus -e ergibt komme.
Der Konjunktiv unterscheidet sich hörbar von „kommt“.
Ergebnis: Tom sagt, er komme später.
Die häufigsten Fehler
Indikativ in der indirekten Rede benutzt„Er sagt, er ist krank“ wirkt wie deine eigene Feststellung. Richtig: er sei krank.
Konjunktiv I und II verwechseltKonjunktiv I für die indirekte Rede, Konjunktiv II für Unwirkliches und Höflichkeit.
Überall „würde“ eingesetzt„Wenn ich Zeit hätte“ ist besser als „wenn ich Zeit haben würde“.
Bei gleicher Form nicht ausgewichenKlingt der Konjunktiv I wie der Indikativ, nimm den Konjunktiv II — sonst erkennt niemand die indirekte Rede.
Zum Ansehen
Wörter, die man kennen muss
IndikativDie normale Form — sie behauptet, dass etwas so ist.
Konjunktiv IDie Form für die indirekte Rede: er habe, sie komme.
Konjunktiv IIDie Form für Wünsche und Unwirkliches: er hätte, sie käme, er würde kommen.
Indirekte RedeWiedergabe einer Aussage, ohne sie wörtlich zu zitieren.
Das Wichtigste in Kürze
Indirekte Rede → Konjunktiv I: er sagt, er habe keine Zeit.
Konjunktiv I bildet man aus dem Verbstamm plus -e; der Umlaut fällt weg (er fährt → er fahre).
Klingt Konjunktiv I wie der Indikativ, nimmt man Konjunktiv II.
Konjunktiv II für Unwirkliches und Wünsche: Wenn ich Zeit hätte, käme ich.
Wirklich, behauptet oder nur gedacht? — zum Ausprobieren
Derselbe Inhalt in drei Formen. Schau, wie sich die Bedeutung verschiebt.
Das Modell zum Schieben steht in der App —
dort siehst du sofort, was sich ändert, wenn du an einem Wert drehst.
Verstanden hast du es erst, wenn du es selbst hinschreiben kannst. Genau dafür ist
diese Seite gebaut: Die Lösung sagen könnte jeder — hier kommen Fragen, die dich
hinführen, und am Schluss schreibst du die Antwort selbst.
Kostenlos, ohne Werbung. Ein Konto brauchst du nur, wenn sich die Seite merken soll,
was bei dir noch hakt.