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Inhaltsangabe — einfach erklärt

Eine Inhaltsangabe fasst zusammen, was in einem Text geschieht — im Präsens, sachlich, ohne Zitate und ohne eigene Meinung.

Inhaltsangabe jetzt üben Kostenlos, ohne Anmeldung · die Lösung sagen? Könnte jeder

Was dich hier erwartet

Erklärt von ganz vorn Ohne Vorwissen, ein Satz nach dem anderen. Wer es schon kann, überspringt es.
Nicht vorgesagt, sondern gefragt Du bekommst Fragen, die dich hinführen. Abschreiben geht hier nicht — verstehen schon.
Was hakt, kommt wieder Nach einem Tag, nach drei Tagen, nach einer Woche. So lange, bis es sitzt.

So sieht das beim Üben aus

Eine echte Aufgabe aus diesem Thema. Du bekommst sie nicht vorgerechnet — du wirst hingeführt.

Die Aufgabe

„Am Ende versöhnen sich die beiden.“
Gehört dieser Satz so in eine Inhaltsangabe? Schreib ja oder nein.

Erste Frage an dich

Welche Zeitform gehört in eine Inhaltsangabe?

Präsens
Präteritum
Je nachdem, wann die Handlung spielt

Danach kommen 1 weitere Fragen — und am Schluss schreibst du die Antwort selbst hin. Wenn du nicht weiterweißt, gibt es einen Tipp: Es ist nicht die Zeitform der Erzählung.

Inhaltsangabe von ganz vorn

Ein Satz nach dem anderen, ohne Vorwissen.

Eine Inhaltsangabe sagt kurz, worum es in einem Text geht.

Sie steht im Präsens — auch wenn die Geschichte längst vorbei ist.

Sie beginnt mit einem Einleitungssatz, der fünf Dinge nennt.

Diese fünf sind: Textart, Titel, Autor, Erscheinungsjahr und Thema. Merkhilfe: TATTE.

Danach folgt der Inhalt in der Reihenfolge, in der er im Text steht.

Geschrieben wird sachlich, in eigenen Worten und ohne Zitate.

Auch das Ende wird verraten. Eine Inhaltsangabe soll informieren, nicht neugierig machen.

Einzelheiten fallen weg. Es zählt nur, was für den Handlungsverlauf wichtig ist.

Keine eigene Meinung. Ob dir der Text gefällt, gehört nicht hinein.

Als Faustregel: Eine Inhaltsangabe ist etwa ein Drittel bis ein Fünftel so lang wie der Text.

Wozu man das braucht

Schritt für Schritt

  1. Text zweimal lesen — beim zweiten Mal Sinnabschnitte markieren.
  2. Zu jedem Abschnitt einen Satz notieren: Was geschieht hier?
  3. Einleitungssatz bauen: Textart, Titel, Autor, Erscheinungsjahr, Thema.
  4. Die Notizen zu einem Fließtext im Präsens verbinden.
  5. Auch das Ende verraten — eine Inhaltsangabe ist keine Werbung.
  6. Zum Schluss streichen: Zitate, Einzelheiten, Wertungen, alles Ausschmückende.

Ein durchgerechnetes Beispiel

Aufgabe: Schreib den Einleitungssatz zu Wolfgang Borcherts Kurzgeschichte „Das Brot“ von 1946.

  1. Textart: Kurzgeschichte
  2. Titel: „Das Brot“
  3. Autor: Wolfgang Borchert
  4. Jahr: 1946
  5. Thema: ein Ehepaar in der Nachkriegszeit

Ergebnis: Die Kurzgeschichte „Das Brot“ von Wolfgang Borchert aus dem Jahr 1946 handelt von einem Ehepaar in der Nachkriegszeit.

Die häufigsten Fehler

Im Präteritum geschriebenDie Inhaltsangabe steht immer im Präsens, auch wenn die Geschichte in der Vergangenheit spielt.
Spannung aufgebaut„Was dann geschieht, sei hier nicht verraten“ — doch, genau das gehört hinein. Eine Inhaltsangabe verrät das Ende.
ZitiertWörtliche Rede und Zitate gehören in die Analyse, nicht in die Zusammenfassung. Alles wird in eigenen Worten wiedergegeben.
Eigene Meinung eingebaut„Besonders schön ist die Stelle, an der …“ ist eine Wertung. Sie gehört in die Interpretation, nicht in die Inhaltsangabe.

Gehört hinein — gehört nicht hinein

Gehört hineinGehört nicht hinein
PräsensPräteritum
Eigene WorteZitate aus dem Text
Der HandlungsverlaufNebensächliche Einzelheiten
Auch das EndeSpannung, Andeutungen
Sachlicher TonEigene Meinung und Wertung
Einleitungssatz mit TATTEEin Einstieg wie in der Erzählung
Indirekte WiedergabeWörtliche Rede

Die linke Spalte ist die Inhaltsangabe, die rechte gehört in die Erzählung oder in die Interpretation.

Zum Ansehen

T Textart Kurzgeschichte A Autor Borchert T Titel „Das Brot“ T Thema Ehepaar, Nachkriegszeit E Erscheinungsjahr 1946 TATTE — alle fünf gehören in den ersten Satz.

Wörter, die man kennen muss

EinleitungssatzDer erste Satz mit Textart, Titel, Autor, Jahr und Thema.
TATTEMerkhilfe für die fünf Angaben des Einleitungssatzes.
SinnabschnittEin Textstück, das inhaltlich zusammengehört.
PräsensDie Zeitform der Inhaltsangabe.
KernaussageDas, worauf der Text hinauswill.

Das Wichtigste in Kürze

  • Immer im Präsens.
  • Einleitungssatz mit Textart, Titel, Autor, Erscheinungsjahr, Thema.
  • In eigenen Worten, keine Zitate.
  • Sachlich, ohne eigene Meinung.
  • Auch das Ende nennen.
  • Nur das Wichtige — Einzelheiten weglassen.

Einleitungssatz zusammensetzen — zum Ausprobieren

Schalte die fünf Pflichtangaben nacheinander zu und sieh, wie der Satz vollständig wird.

Das Modell zum Schieben steht in der App — dort siehst du sofort, was sich ändert, wenn du an einem Wert drehst.

Modell ausprobieren

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Lesen reicht nicht

Verstanden hast du es erst, wenn du es selbst hinschreiben kannst. Genau dafür ist diese Seite gebaut: Die Lösung sagen könnte jeder — hier kommen Fragen, die dich hinführen, und am Schluss schreibst du die Antwort selbst.

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