Endlich kapiert Üben

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Argumentieren — einfach erklärt

Ein Argument besteht aus drei Teilen: These, Begründung, Beispiel. Fehlt einer, bleibt es eine Behauptung.

Argumentieren jetzt üben Kostenlos, ohne Anmeldung · die Lösung sagen? Könnte jeder

Was dich hier erwartet

Erklärt von ganz vorn Ohne Vorwissen, ein Satz nach dem anderen. Wer es schon kann, überspringt es.
Nicht vorgesagt, sondern gefragt Du bekommst Fragen, die dich hinführen. Abschreiben geht hier nicht — verstehen schon.
Was hakt, kommt wieder Nach einem Tag, nach drei Tagen, nach einer Woche. So lange, bis es sitzt.

So sieht das beim Üben aus

Eine echte Aufgabe aus diesem Thema. Du bekommst sie nicht vorgerechnet — du wirst hingeführt.

Die Aufgabe

„Der Betrieb sollte Werkzeug stellen. Wer eigenes Werkzeug mitbringt, haftet bei Schäden selbst.“
Ein vollständiges Argument hat drei Teile. Welcher fehlt hier? Schreib nur das Wort.

Erste Frage an dich

Aus welchen drei Teilen besteht ein Argument?

These, Begründung, Beispiel
Einleitung, Hauptteil, Schluss
Pro, Contra, Fazit

Danach kommen 2 weitere Fragen — und am Schluss schreibst du die Antwort selbst hin. Wenn du nicht weiterweißt, gibt es einen Tipp: Behauptung, Warum, und dann etwas Konkretes.

Argumentieren von ganz vorn

Ein Satz nach dem anderen, ohne Vorwissen.

Argumentieren heißt: eine Meinung so begründen, dass andere sie nachvollziehen können.

Ein vollständiges Argument hat drei Teile.

Erstens die These — das, was du behauptest.

Zweitens die Begründung — das Warum. Hier steht meist ein „weil“ oder „denn“.

Drittens das Beispiel — etwas Konkretes, an dem man es sehen kann.

Beispiel: „Schulen sollten später anfangen“ ist die These.

„Weil Jugendliche einen verschobenen Schlafrhythmus haben“ ist die Begründung.

„Eine Studie zeigte, dass Schüler nach 9 Uhr besser abschneiden“ ist das Beispiel.

Ohne Beispiel steht Behauptung gegen Behauptung. Das Beispiel macht das Argument überprüfbar.

Hast du mehrere Argumente, ordne sie steigernd: das stärkste zuletzt, weil es am besten hängen bleibt.

Wozu man das braucht

Schritt für Schritt

  1. Formulier die These in einem einzigen Satz — was genau behauptest du?
  2. Begründe sie: Warum ist das so? Hier gehört ein „weil“ hin.
  3. Belege sie mit einem Beispiel, einer Zahl oder einer Erfahrung.
  4. Prüf, ob dein Beispiel wirklich zur Begründung passt.
  5. Denk an den Einwand: Was würde jemand entgegnen?
  6. Ordne mehrere Argumente steigernd an — das stärkste kommt zum Schluss.

Ein durchgerechnetes Beispiel

Aufgabe: Bau ein vollständiges Argument zu: „Im Betrieb sollte es feste Pausenzeiten geben.“

  1. These: Es sollte feste Pausenzeiten geben.
  2. Begründung: weil ungeplante Pausen den Arbeitsfluss stören
  3. Beispiel: In unserer Abteilung stand die Maschine dreimal still, weil zwei Kollegen gleichzeitig weg waren.

Ergebnis: These + Begründung + Beispiel — erst zusammen überzeugt es.

Die häufigsten Fehler

Nur behauptet„Das ist einfach so“ und „das weiß doch jeder“ sind keine Begründungen. Ein Argument sagt warum.
Die Person angegriffen statt die Sache„Wer das glaubt, hat keine Ahnung“ ist kein Argument, sondern eine Beleidigung. Es schwächt die eigene Position.
Mehrheit als Beweis genommenDass viele etwas glauben, sagt nichts darüber, ob es stimmt. Auch nicht, wenn alle Freunde dazugehören.
Das stärkste Argument zuerst gebrachtDanach fällt alles ab. Steigernd anordnen: das Beste kommt zuletzt, weil es hängen bleibt.

Argument oder Scheinargument?

SatzBewertung
Späterer Schulbeginn hilft, weil Jugendliche später müde werden.Argument — es wird begründet
Das ist einfach so, das weiß doch jeder.Scheinargument — keine Begründung
Alle meine Freunde finden das auch.Scheinargument — Mehrheit ist kein Beweis
Wer das anders sieht, hat keine Ahnung.Scheinargument — Angriff auf die Person
Wartung ist billiger als ein Ausfall, das zeigt die Kostenrechnung.Argument — mit Beleg
Das war schon immer so.Scheinargument — Alter macht nichts richtig

Scheinargumente erkennt man daran, dass sich das „weil“ nicht sinnvoll ergänzen lässt.

Zum Ansehen

These Was ich behaupte Begründung Warum das so ist — „weil …“ Beispiel Woran man es sieht Fehlt einer der drei, bleibt es eine Behauptung.

Wörter, die man kennen muss

TheseDie Behauptung, um die es geht.
BegründungDas Warum — der eigentliche Kern.
BeispielDer Beleg, an dem man es überprüfen kann.
Steigernde AnordnungDas stärkste Argument kommt zuletzt.
GegenargumentDer Einwand der anderen Seite.
ScheinargumentEine Behauptung, die nur wie ein Argument aussieht.

Das Wichtigste in Kürze

  • These, Begründung, Beispiel — alle drei gehören dazu.
  • Die Begründung antwortet auf „warum“.
  • Das Beispiel macht das Argument überprüfbar.
  • Steigernd anordnen: das stärkste Argument zuletzt.
  • Nie die Person angreifen, immer die Sache.
  • Mehrheit, Gewohnheit und Lautstärke sind keine Argumente.

Argument zusammenbauen — zum Ausprobieren

Schalte die drei Teile nacheinander zu und achte darauf, wie überzeugend es wird.

Das Modell zum Schieben steht in der App — dort siehst du sofort, was sich ändert, wenn du an einem Wert drehst.

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Lesen reicht nicht

Verstanden hast du es erst, wenn du es selbst hinschreiben kannst. Genau dafür ist diese Seite gebaut: Die Lösung sagen könnte jeder — hier kommen Fragen, die dich hinführen, und am Schluss schreibst du die Antwort selbst.

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