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Beschreiben — einfach erklärt

Eine Beschreibung sagt genau, wie etwas aussieht oder wie etwas gemacht wird — so genau, dass ein Fremder es wiedererkennt oder nachmachen kann.

Beschreiben jetzt üben Kostenlos, ohne Anmeldung · die Lösung sagen? Könnte jeder

Was dich hier erwartet

Erklärt von ganz vorn Ohne Vorwissen, ein Satz nach dem anderen. Wer es schon kann, überspringt es.
Nicht vorgesagt, sondern gefragt Du bekommst Fragen, die dich hinführen. Abschreiben geht hier nicht — verstehen schon.
Was hakt, kommt wieder Nach einem Tag, nach drei Tagen, nach einer Woche. So lange, bis es sitzt.

So sieht das beim Üben aus

Eine echte Aufgabe aus diesem Thema. Du bekommst sie nicht vorgerechnet — du wirst hingeführt.

Die Aufgabe

Du beschreibst einen verlorenen Gegenstand für das Fundbüro.
„Am linken Griff fehlt die Gummikappe.“
Gehört dieser Satz in die Beschreibung? Schreib ja oder nein.

Erste Frage an dich

Wozu schreibt man eine Beschreibung?

Damit ein Fremder den Gegenstand wiedererkennt
Damit die Geschichte dazu spannend wird
Damit man zeigt, wie gut einem etwas gefällt

Danach kommen 1 weitere Fragen — und am Schluss schreibst du die Antwort selbst hin. Wenn du nicht weiterweißt, gibt es einen Tipp: Denk ans Fundbüro: Der Mann dort hat den Gegenstand nie gesehen.

Beschreiben von ganz vorn

Ein Satz nach dem anderen, ohne Vorwissen.

Beschreiben heißt: so genau sagen, wie etwas ist, dass ein Fremder es erkennt.

Es gibt zwei Sorten: die Gegenstandsbeschreibung und die Vorgangsbeschreibung.

Bei einem Gegenstand nennst du vier Dinge: Farbe, Größe, Material und eine Besonderheit.

Die Besonderheit ist die wichtigste. Sie unterscheidet deinen Gegenstand von allen gleichen.

Bei einem Vorgang gehst du der Reihe nach: erst der erste Handgriff, dann der zweite.

Geschrieben wird im Präsens — in der Gegenwart, so wie es immer ist.

Keine Meinung. Nicht „schön“, nicht „hässlich“, nicht „zum Glück“.

Keine Geschichte drumherum. Wo du es verloren hast, gehört nicht in die Beschreibung.

Genau statt ungefähr: 40 cm statt „groß“, dunkelblau statt „blau-ish“.

Prüf am Schluss: Würde jemand es damit wiedererkennen? Wenn nein, fehlt noch eine Angabe.

Wozu man das braucht

Schritt für Schritt

  1. Frag dich zuerst: Beschreibe ich einen Gegenstand oder einen Vorgang?
  2. Beim Gegenstand: Farbe, Größe, Material, Besonderheit — in dieser Reihenfolge.
  3. Beim Vorgang: alle Schritte in der Reihenfolge, in der man sie wirklich macht.
  4. Schreib im Präsens: „Der Ranzen ist blau“, nicht „war blau“.
  5. Bleib sachlich — keine Meinung, kein „leider“, kein „zum Glück“.
  6. Prüf am Ende: Könnte jemand, der es nie gesehen hat, es damit wiedererkennen oder nachmachen?

Ein durchgerechnetes Beispiel

Aufgabe: Ein verlorenes Federmäppchen fürs Fundbüro beschreiben

  1. Farbe: dunkelblau
  2. Größe: etwa 20 cm lang
  3. Material: Stoff mit Reißverschluss
  4. Besonderheit: ein aufgenähter Stern auf der Vorderseite

Ergebnis: Das Mäppchen ist dunkelblau, etwa 20 cm lang und aus Stoff mit einem Reißverschluss. Auf der Vorderseite ist ein Stern aufgenäht.

Die häufigsten Fehler

Meinung statt Merkmal„Sieht cool aus“ sagt nichts darüber, wie etwas aussieht. Schreib, was man sehen würde: Farbe, Form, Größe.
Zu ungenau„Groß“ und „klein“ heißen für jeden etwas anderes. Besser: 40 cm hoch, oder: so groß wie ein Schuhkarton.
Die Besonderheit vergessenBlaue Fahrräder gibt es tausende. Der Kratzer am Rahmen oder der Aufkleber macht daraus deines.
Erzählen statt beschreiben„Dann bin ich zum Fundbüro gelaufen“ gehört nicht hinein. Das ist der Hergang, nicht der Gegenstand.
Bei der Anleitung die Reihenfolge vertauschtWer den Flicken aufdrückt, bevor er den Schlauch ausgebaut hat, kann nicht danach arbeiten.

Beschreiben, Erzählen oder Berichten?

BeschreibungErzählungBericht
FrageWie ist es?Was habe ich erlebt?Was ist passiert?
ZeitformPräsensPräteritumPräteritum
Reihenfolgevom Ganzen zum Einzelnenspannend aufgebautzeitlich
Wertungenneinjanein
Zweckwiedererkennen oder nachmachenunterhalteninformieren

Die Zeitform verrät es am schnellsten: Nur die Beschreibung steht in der Gegenwart.

Wörter, die man kennen muss

GegenstandsbeschreibungSagt, wie etwas aussieht: Farbe, Größe, Material, Besonderheit.
VorgangsbeschreibungSagt, wie etwas gemacht wird — Schritt für Schritt in der richtigen Reihenfolge.
BesonderheitDas Merkmal, das genau diesen einen Gegenstand von allen ähnlichen unterscheidet.
PräsensDie Gegenwartsform. In ihr steht jede Beschreibung.
sachlichNur das, was man sehen oder nachprüfen kann — keine Meinung.

Das Wichtigste in Kürze

  • Erst klären: Gegenstand oder Vorgang?
  • Gegenstand: Farbe, Größe, Material, Besonderheit.
  • Vorgang: alle Schritte in der Reihenfolge, in der man sie wirklich macht.
  • Immer im Präsens.
  • Sachlich bleiben — keine Meinung, keine Geschichte.
  • Genau statt ungefähr: Zahlen und Maße nennen.
  • Am Ende prüfen: Erkennt es jemand wieder, der es nie gesehen hat?

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Lesen reicht nicht

Verstanden hast du es erst, wenn du es selbst hinschreiben kannst. Genau dafür ist diese Seite gebaut: Die Lösung sagen könnte jeder — hier kommen Fragen, die dich hinführen, und am Schluss schreibst du die Antwort selbst.

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